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Fast 70 Jahre hat es gedauert, bis sich die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zu ihrer Verwicklung in die Krankenmorde während der NS-Zeit öffentlich bekannt und entschuldigt hat.

Etwa 300.000 PsychiatriepatientInnen und behinderte Menschen wurden damals mit Beteiligung von Ärzten vergast, starben an einer Giftspritze oder verhungerten. Nach 1945 vertuschten die Psychiater ihr Tun.

Auch die Angehörigen, deren Verwandte ermordet oder zwangssterilisiert worden sind, schwiegen aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung.

Gerade aus dieser Schuld heraus will die DGPPN heute wachsam sein, wenn der Wert des einzelnen Menschen wieder infrage gestellt wird.

26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".  mehr...

Geschichte: aktuelle Beiträge

Porträt Nikola Tesla und der Beginn des elektrischen Zeitalters

Tesla – da denken viele heute an eine bekannte Marke für Elektroautos. Namensgeber war allerdings der Erfinder und Elektroingenieur Nikola Tesla (1856-1943). Tesla legte mit seinen visionären Erfindungen die Basis für unser heutiges Stromnetz, Elektromotoren, Fernsteuerungen, Neonröhren, Mikrowellenherde und Radios. Von Gabi Schlag und Benno Wenz. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/tesla | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen   mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Diskussion Der kleine Diktator – Wie der Vater den jungen Hitler prägte

Zu Hitler scheint alles gesagt, aber über seine engste Familiengeschichte wissen wir erstaunlich wenig. Jetzt verspricht eine Sammlung aufgetauchter Briefe neue Erkenntnisse über die Kindheit des späteren Diktators. Wie sehr haben der Vater, die Familie und das Leben in der oberösterreichischen Provinz Hitlers Denken geprägt? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Wolfram Pyta - Historiker, Universität Stuttgart, Prof. Dr. Roman Sandgruber - Historiker, Universität Linz, Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig - Philosophin, Universität Passau  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Diskussion Kein Kampf um Rom – Der neue Blick auf die Völkerwanderung

Einfallende Germanenstämme, Zerfall des Römischen Weltreichs und Beginn des europäischen Mittelalters. Von der sogenannten Völkerwanderung haben wir eine klare Vorstellung. Die Forschung rüttelt nun an diesem Bild und fordert ein radikales Umdenken. Den legendären 'Kampf um Rom' gab es nicht, der Übergang von der Antike zum Mittelalter war mehr von Kontinuitäten als von Brüchen geprägt, und nicht Aggression, sondern der Wille zur Anpassung und Integration leitete die eindringenden Barbaren. Gregor Papsch diskutiert mit Dr. Heidrun Derks - Archäologin, Museum und Park Kalkriese, Prof. Dr. Mischa Meier - Historiker, Universität Tübingen, Prof. Dr. Steffen Patzold - Historiker, Universität Tübingen  mehr...

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