Schwarzweiss-Bild von Behinderten Kindern (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

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NS-Euthanasie – Die Schuld der Psychiater

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Fast 70 Jahre hat es gedauert, bis sich die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zu ihrer Verwicklung in die Krankenmorde während der NS-Zeit öffentlich bekannt und entschuldigt hat.

Etwa 300.000 PsychiatriepatientInnen und behinderte Menschen wurden damals mit Beteiligung von Ärzten vergast, starben an einer Giftspritze oder verhungerten. Nach 1945 vertuschten die Psychiater ihr Tun.

Auch die Angehörigen, deren Verwandte ermordet oder zwangssterilisiert worden sind, schwiegen aus Scham oder Angst vor Stigmatisierung.

Gerade aus dieser Schuld heraus will die DGPPN heute wachsam sein, wenn der Wert des einzelnen Menschen wieder infrage gestellt wird.

Gomadingen

Geschichte Tötungsanstalt Grafeneck – Die NS-Kranken-Morde auf der Schwäbischen Alb

In Grafeneck töteten die Nazis 1940 mehr als 10.000 Menschen mit Behinderung. Die sogenannte Aktion T4 galt als Probelauf vor dem Holocaust und sollte geheim bleiben.  mehr...

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26.7.1933 Ministerialrat Arthur Gütt über Zwangssterilisation

26.7.1933 | Bereits kurz nach ihrer Machtergreifung im Januar 1933 legten die Nationalsozialisten die Pläne für ein "rassenreines" Deutsches Reich vor. Zu den Kernideen gehört das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", vornehmlich erdacht und konzipiert von dem Mediziner und Ministerialrat im Innenministerium Arthur Gütt. In dieser Rundfunkansprache vom 26. Juli 1933 entwickelte Gütt die Nationalsozialistische Rassenpolitik aus medizinischer Perspektive. Menschen ohne ihre Einwilligung unfruchtbar zu machen, nur weil sie einer anderen "Rasse" als der gewünschten angehören, ist laut Gütt eine "Tat der Nächstenliebe".  mehr...

Geschichte: aktuelle Beiträge

11. September 2001 9/11 – Als Terror zum Medienevent wurde

11. September 2001: Erstmals erlebt ein weltweites Publikum eine Katastrophe live im Fernsehen. Die Terroranschläge haben die Medienwelt verändert – in vielerlei Hinsicht. Zum ersten Mal konnte ein globales Publikum eine Katastrophe live mitverfolgen. Von Marisa Gierlinger. | Damals betraf es nur Radio und Fernsehen – inzwischen verstärken Soziale Medien die mediale Wirkung von Katastrophen. Der Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt beobachtet dabei auch den Effekt der „Ellbogen-Empathie“: Ein „Wettbewerb der Anteilnahme“, ausgelöst durch einen sozialen Druck durch Betroffenheitsgesten Mitgefühl zu zeigen. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/terror-medienevent | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Porträt Franklin D. Roosevelt und der New Deal – Joe Bidens Vorbild?

Der New Deal war das größte Konjunkturprogramm seiner Zeit und änderte die USA grundlegend. Als Franklin D. Roosevelt 1933 Präsident der USA wurde, befand sich das Land auf dem Höhepunkt der Großen Depression. Armut und Arbeitslosigkeit waren groß. Ähnliches hat heute Joe Biden vor. Was kann er von seinem Amtsvorgänger lernen? Von Martina Groß. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/roosevelt | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Geschichte Festakt mit Kanzlerin: 50 Jahre Greenpeace

Pazifisten und Atomkraftgegner schlossen sich 1971 zusammen, um Atombombentests zu verhindern. Seit Jahrzehnten macht Greenpeace weltweit vor allem mit spektakulären Aktionen auf Probleme im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz aufmerksam. Bekannt sich etwa die Bilder von Aktivisten in Schlauchbooten, die gegen die Waljagd kämpfen. | http://swr.li/greenpeace50  mehr...

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