Napoleon im Südwesten

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Burg Pfalzgrafenstein (Foto: SWR, Rainer Volk)
Mithilfe einer Pontonbrücke überquerrten 60.000 Soldaten den Rhein. Dies war der Auftakt zum russisch-preußischen Vormarsch nach Frankreich. Die mitten im Fluss liegende Burg Pfalzgrafenstein diente ihnen dabei als eine Art Brückenpfeiler. Rainer Volk
Der Kastorbrunnen ist ein Relikt der Umbruchs-Monate in der Endphase Napoleons. Der Brunnen aus Basaltstein steht in Koblenz vor einer alten romanischen Kirche. Er wurde 1812 errichtet und es haben sich sowohl der Präfekt Jules Doazon zum Beginn des französischen Russland-Feldzugs als auch der spätere russische Kommandant der Stadt Koblenz auf ihm verewigt. Rainer Volk
Die Inschrift auf dem Kastorbrunnen in Koblenz: „Zur Erinnerung an den Russland-Feldzug unter der Präfektur von Jules Doazon. Gesehen und genehmigt durch den russischen Kommandanten der Stadt Koblenz, am 1. Januar 1814.“ Der Architekt hatte die Erinnerung an den Russland-Feldzug Napoleons gesetzt. Als er den Brunnen dem Präfekten Jules Doazon zeigte, war Napoleons Feldzug aber gescheitert. Man beschloss die Bevölkerung nicht weiter zu beunruhigen und ließ die Inschrift stehen. Als dann russische Truppen in Koblenz einmarschierten, machte der russische Kommandant sich wohl einen Spaß und ergänzte die Inschrift bloß. Rainer Volk
Wo 1814 Soldaten unter dem preußischen Feldmarschall Blücher den Rhein überquerten, setzt heute eine Fähre Autos und Fußgänger von einem Ufer zum anderen über. Rainer Volk
In der Neujahrsnacht 1814 überquerten bei der Stadt Kaub 60.000 Soldaten unter dem preußischen Feldmarschall Blücher mithilfe einer Pontonbrücke den Rhein. Dies war der Auftakt zum russisch-preußischen Vormarsch nach Frankreich. Am linken Rheinufer erinnert ein Gedenkstein an das Ereignis. Rainer Volk
Das Hoche-Denkmal in Weißenthurm, eine Kleinstadt nördlich von Koblenz, ist das älteste und größte Monument aus der napoleonischen Zeit. Das Denkmal ist General Louis Lazare Hoche gewidmet. Er starb 1797 in der Nähe und seine Soldaten stifteten ihm das Denkmal. Es steht auf dem "Frauenberg", von dem man einen sehr schön Blick Richtung des Koblenz-Neuwieder-Beckens hat. Rainer Volk

Geschichte | Napoleon Bonaparte: 200. Todestag Napoleons Erbe – Bonapartes Spuren in Südwestdeutschland

Am 5. Mai 1821 starb Napoleon Bonaparte. Im deutschen Südwesten erinnern nicht nur Denkmäler an ihn, auch bei Rechtsprechung oder Religionsfreiheit hat er hier Spuren hinterlassen.  mehr...

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