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Margarete von Wrangell kommt 1877 als Tochter einer alteingesessenen baltischen Adelsfamilie zur Welt, aber eine typische Aristokratin ist sie nicht. 1904 beschließt "Daisy", wie ihre Familie sie nennt, zu studieren. Zu einer Zeit, als in Preußen den Frauen die Universitäten noch verschlossen sind. In Tübingen nimmt sie das Studium der Naturwissenschaften auf.

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Das "pulsierende Leben" der Chemie hat es ihr angetan: Sie kann bei ihren Studien "den ungeduldigen, leicht empfänglichen Pulsschlag des Sauerstoffs; den schweren, trägen Blutstrom des Stickstoffs" hören.

Nach Lehr- und Wanderjahren in London, Berlin und in Paris bei Marie Curie kommt sie nach dem Ersten Weltkrieg nach Hohenheim und macht 1923 Geschichte: Als "der erste ordentliche weibliche Professor in Deutschland" erhält sie die Professur für Pflanzenernährungslehre.

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