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Märtyrer im Islam – Warum der Tod verherrlicht wird

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Von Martin Durm

Während der Tod für den Glauben an die gerechte Sache im Westen längst Geschichte ist, prägt das Martyrium in den Krisenregionen der arabischen Welt oft Alltag und Bewusstsein vieler Menschen. Der "Shahid“, der Märtyrer, wird im Islam hoch verehrt, Märtyrer-Plakate finden sich in den Straßen von Gaza oder im von der Hisbollah dominierten Südlibanon. Angehörige geben sich bei den mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten nach außen hin oft stolz, kämpferisch und gefasst, um das Andenken ihres Toten zu ehren. Es ist eine Trauerkultur, die im Westen auf Befremden stößt.

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