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Kosmologie in der Krise: Abschied von der Weltformel

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Jahrzehntelang galt in der Physik eine Art Dogma der Schönheit: Die Naturgesetze sollten zwanglos den Weg zu neuen Entdeckungen weisen. Doch das kosmische Idyll geht gerade zu Bruch. Die ominöse Dunkle Materie, die mit ihrer Anziehungskraft zu spüren, aber in Teleskopen nicht zu sehen ist, passt zu keiner Theorie.

Ein völliges Rätsel ist die Dunkle Energie. Sie macht offenbar mehr als die Hälfte des Kosmos aus und lässt ihn immer schneller auseinandertreiben – doch es gibt nicht einmal vage Ideen, woraus sie bestehen könnte. Auch bei der Vereinigung von Quanten- und Relativitätstheorie gibt es keinerlei Fortschritte.

Haben sich die Physiker bei der Suche nach der schönen Weltformel in einer Sackgasse verrannt?

Juli 1959 Werner Heisenberg: "Präsentation der Weltformel"

Juli 1959 | 1927 formulierte Werner Heisenberg die Unschärferelation und schuf damit eine Grundlage der Quantenmechanik. Sie besagt, dass Physiker beim Messen von Teilchen an grundsätzliche Grenzen stoßen. Auf der Lindauer Nobelpreisträgertagung stellt Heisenberg seine „Weltformel“ vor. Rundfunkreporter: Ernst von Khuon.  mehr...