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Milbe

Wie viel Milben passen in ein Bett? 10 Millionen!

Die Welt in Zahlen (1). SWR2 Impuls. Von Ralf Caspary

Heute geht es um die Zahl: 10 Millionen! Das ist eine schöne runde Zahl, soviel Geld hätte ich gerne, allerdings zeigt diese Zahl ihr hässliches Antlitz, wenn man sie mit einem unerwünschten Gast im Bett in Verbindung bringt: Durchschnittlich tummeln sich nämlich auf einer normalen deutschen Matratze inklusive Bettzeug circa 10 Millionen Hausstaubmilben.

Gehen wir davon aus, dass die durchschnittliche Milbe wiederum 0,4 Millimeter klein ist, dann ergeben 10 Millionen dieser Tierchen aneinandergereiht eine Strecke von 4.000.000 Millimetern, das sind wiederum 400.000 Zentimeter oder 4.000 Meter oder einfach: 4 Kilometer. 4 Kilometer Milben befinden sich in manchen unserer Betten, durchschnittlich wohlgemerkt, aber keine Panik, es gibt deutlich günstigere Werte bei hygienischer Handhabung der Bettwäsche.

Diese 10 Millionen Haustaubmilben treiben ihr Unwesen im Verborgenen, wir merken nichts davon, es sei denn, wir sind Allergiker, denn: Die Hausstaubmilbe löst durch ihren Kot allergische Atemwegserkrankungen aus – Asthma Bronchiale, Schnupfen - und das bei immer mehr Menschen.

Mann liegt schlafend in einem Hotelbett und an der Tür hängt ein Bitte nicht stören Schild

In einem Bett ist man selten allein - doch was hilft gegen die ungebetenen Bettgäste?

Die Krabbeltiere, die zur Gattung der Spinnentiere gehören, ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen sowie Schimmelpilzen: Der Mensch verliert täglich im Durchschnitt ein bis zwei Gramm Hautschuppen, das reicht, um damit 1,5 Millionen Hausstaubmilben einen Tag lang satt zu machen. Die possierlichen Tierchen leben zwar nur drei Monate, aber in dieser Zeit scheiden sie das 200-fache ihres Körpergewichtes in Form von Kot aus.

Und was hilft gegen den unerwünschten Gast im Bett? Zum Beispiel ein altes Hausmittel: Die gesamte Bettwäsche im Winter den Minustemperaturen aussetzen, auf dem Balkon oder der Terrasse, dadurch sterben die meisten Tierchen ab. Oder die Wäsche in die Tiefkühltruhe reinstecken, auch das ist wirkungsvoll.

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