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Der Mainzer Domedekan und Leiter der Dombauhütte, Heinz Heckwolf, hat die Bedeutung seiner Bauhütte als Bewahrerin alter Handwerkstraditionen hervorgehoben: „Dombauhütten wie die unsere können noch Techniken anwenden, die ein Steinmetzbetrieb, der marktorientiert arbeitet, nicht anwenden kann“, so Heckwolf.

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Die Tätigkeit seiner 19 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bestehe darin, die wichtigen, zentralen Teile der 1000 Jahre alten Kathedrale zu reinigen, eine Schadenskartierung vorzunehmen und am Schluss das gesamte Vorgehen zu dokumentieren, „damit spätere Generationen wissen, wann welcher Stein wie eingesetzt wurde.“ Seit Dezember 2020 gehört auch die Mainzer Bauhütte zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes.

Neben der Bewahrung alter Handwerkstechnik werde in der Mainzer Dombauhütte auch Forschung betrieben, betonte Heckwolf. Vor nicht allzu langer Zeit sei die Darstellung eines Weinbergs an Kapitelen des Doms gefunden worden, die so nicht bekannt war. Zudem wären er und sein Team an der Außenseite der Kathedrale auf Darstellungen des Heiligen Martin gestoßen. „Es gibt immer wieder Neues zu entdecken“, freute sich Heinz Heckwolf im Gespräch mit SWR2.

Dom-Steinmetz JonasJonas, 19, hat in der Mainzer Dombauhütte eine Ausbildung zum Steinmetz gemacht. Und hat in Mainz die beste Gesellenprüfung abgelegt. Jetzt arbeitet er hoch oben auf dem Mainzer Dom. Wir haben ihn bei seiner Arbeit über die Schultern geschaut 😃Posted by DASDING Mainz on Wednesday, January 8, 2020

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