Virtual Reality

Hype ums Metaversum: Was ist das überhaupt?

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AUTOR/IN
Katharina Wilhelm

Das Metaversum ist eines der neuen Schlagworte in der Internet-Branche. Auch bei der Zukunftsmesse SXSW in Texas ist es ein großes Thema. Was das Metaversum allerdings konkret sein soll, dazu gehen die Vorstellung stark auseinander.

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Niemand weiß so genau, wie es aussehen soll

Mehr als vierzig Vorträge befassen sich mit dem Metaversum auf der Medien-, Tech- und Kulturmesse South by Southwest (SXSW). Doch wenn man sich im Publikum umhört, wissen viele noch immer nicht recht, was das Metaversum sein soll: „Ich denke, es ist eine digitale Landschaft, in die man eintauchen kann, mit Avataren und so. Aber sonst? Keine Ahnung“, meint Eventmanagerin Carole.

Gamedesigner Connor arbeitet im Bereich Virtuelle Realität, ist aber skeptisch: „Ich habe es noch nicht gesehen, es hört sich nach einem Modewort an.“ Er brauche noch mehr Hintergrund dazu, warum es eine Bedeutung für uns haben solle: „Wir haben einen tollen Planeten! Noch mehr dieser Erlebnisse, die wir im echten Leben haben, nachzustellen im Internet — dafür bin ich noch nicht bereit.“ 

Der Facebook-Konzern — jetzt „Meta“ — will vorangehen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist hingegen bereit für das Metaversum – erst vor wenigen Monaten benannte er sein Unternehmen in Meta um, um zu signalisieren: Das ist die Zukunft. Auf der SXSW trat er recht kurzfristig virtuell auf und legte noch einmal seine Vision des Metaversums dar: „Ich glaube, das Metaversum ist das nächste Kapitel des Internets. Was es definiert ist, dass man sich wirklich nah bei anderen Menschen fühlt oder an einem anderen Ort. Meta baut dabei nicht das Metaversum. Wir bauen die Technologien dafür und leisten einen Beitrag, um es zum Leben zu erwecken.“

Unter anderem sprach er davon, VR-Brillen zu entwickeln, mit denen man echten Augenkontakt herstellen könne. Es gehe um Interaktionen, weniger um den Spieleaspekt, betont Zuckerberg – im Hinblick auf Gaming-Welten wie Minecraft oder Fortnite. Zuckerberg sprach vor allem über neue Geschäftsmodelle. Menschen, die sich im digitalen Raum als Avatare bewegten, könnten beispielsweise verschiedene Kleidungsstücke erwerben, und in Form eines NFTSs (Non-Fungible Token) überall nutzen.

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Eine körperliche Manifestation des Web3

Amy Webb, deren Vorträge bei der Messe Kultstatus haben, beschäftigt sich mit unserer Zukunft. Sie entwirft Szenarien, auch das Metaversum ist davon ein fester Bestandteil. Ihre Analysen ergeben, dass das Metaverse aus virtuellen Räumen und tragbarer Technologie wie Smart-Brillen bestünde.

Außerdem werde alles sinnlicher: „Man kann sich mit Gesten bewegen, manche werden Geräte tragen, die Düfte versprühen. Statt Tastaturen werden wir unsere Körper nutzen. Das Metaversum ist Teil des Web3, die dritte Revolution unserer digitalen Infrastruktur. Es bedeutet auch, dass wir mehr Daten von uns preisgeben und es mehr Möglichkeiten geben wird, Zugang zu diesen Daten zu bekommen in undenkbaren Dimensionen.“ Deswegen sei es kritisch, über Datensicherheit und Privatsphäre zu sprechen, so Webb.

Datenschutz muss ein wichtiges Thema werden

Nicht nur Webb warnte, dass Profitgier und Betrug auch im Metaversum eine Rolle spielen werden. Wirtschaftsprofessor und Podcast-Host Scott Galloway sprach auf der SXSW davon, dass er glaube, das Metaversum von Mark Zuckerberg werde versagen. Stattdessen sieht er eine andere Firma in diesem Rennen vorne: „Es ist Apple. Mit ihrem App-Store haben sie das, was einem Metaversum am nächsten kommt. Ich glaube auch nicht, dass es visuell sein wird, wie in Videospielen. Sondern auditiv, die Kopfhörer, die wir jeden Tag anziehen, telefonieren, mit ihnen Podcasts hören. Das kreiert ein Level an Intimität, das treibt das Metaversum mehr an als das Visuelle.“ Fazit: Das Metaversum ist auch bei der South by Southwest ein Begriff, den jeder für sich definieren kann – aber von dem wir in Zukunft noch mehr hören werden.

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