Gespräch

„Green Culture": Leitfaden für Klimaschutz bei Kultureinrichtungen veröffentlicht

STAND
INTERVIEW
Marie-Dominique Wetzel

Kultureinrichtungen kommt beim Klimaschutz eine wichtige Rolle zu - auch, weil sie öffentlich besonders sichtbar sind. Einen Leitfaden für diese Mammutaufgabe hat Dirk Rieker, Geschäftsführer der Staatsgalerie Stuttgart, entwickelt. „Der Leitfaden hat den Anspruch, dass jedes Haus Werkzeuge an die Hand bekommt, um diese Maßnahmen umzusetzen", sagt Rieker, der auch Leiter der Arbeitsgemeinschaft Green Culture ist.

Audio herunterladen (7,4 MB | MP3)

Denn Klimaschutz ist komplex, weil Archive, Museen, Galerien und Theater ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben - allein schon, wenn es um den Erhalt der wertvollen Sammlungsstücke geht, die oftmals besondere klimatische Bedingungen brauchen. „Wir als Museum für bildende Kunst haben eine Raumklimatisierung, kulturhistorische Museen haben in der Regel eine Vitrinenklimatisierung, also ganz andere Vorgehensweisen", berichtet Rieker aus der eigenen Arbeit.

Beim Leitfaden soll es allerdings nicht bleiben: Bis zum Sommer 2023 fordert die baden-württembergische Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski von den einzelnen Einrichtungen konkrete Umsetzungspläne.

Gespräch Wenn Festivals zu „Green Camps“ werden – Nachhaltigkeit auf der About Pop-Konferenz

Wie kann man große Musik-Festivals wie das Wacken-Festival oder das Melt ökologisch nachhaltiger machen? Diese Frage diskutiert die „About Pop“-Konferenz in Stuttgart. Anreise, Übernachtungen, Energiebedarf und Abfall seien Faktoren, die bei großen Musik-Festivals zu einem CO2-Abdruck einer Kleinstadt führen würden, sagt Sarah Bergmann, Projektmanagerin für nachhaltige Konzepte in der Veranstaltungs- und Festivalbranche. Das exzessive Feiern und die Rücksichtnahme gegenüber der Natur und den anderen Menschen schließe sich eigentlich nicht aus. Dafür müssten allerdings Strukturen geschaffen werden, für die die Veranstalter verantwortlich seien. Und vor allem brauche es ein gemeinsames Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung. Ein interessantes Konzept sei ein „Green Camp“ auf Festivals, eine „kleine Utopie“, wo ökologische und soziale Nachhaltigkeit auf den Festivals selbst zum Thema gemacht werde. Ein eigenes Bühnenprogramm und Workshops auf den Festivals könnten das Thema Nachhaltigkeit jenseits des „moralischen Zeigefingers“ niederschwellig zugänglich machen, so Sarah Bergmann.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Wie können Konzerte und Festivals nachhaltiger werden

Bei Festival- und Konzertveranstaltern nehme das Bewusstsein für Klima- und Nachhaltigkeitsfragen deutlich zu, sagt Fine Stammnitz, Leiterin der Green Touring Network. Für die Popakademie Baden-Württemberg hat sie an einem „Green Touring Guide“ mitgearbeitet, um Indy-Bands zu beraten, wie sie Konzerte und Touren nachhaltiger veranstalten können.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Klimawandel Zug statt Privatjet – Auftragsstudie der Band Massive Attack gibt Tipps für klimafreundlichere Live-Tourneen

Welchen Anteil hat die Live-Musikindustrie am Klimawandel, und wie kann sie ihren CO2-Ausstoß verringern? Forscher der britischen Universität Manchester haben dazu eine Studie mit Empfehlungen vorgelegt, die Künstlern helfen sollen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und ihren Einfluss auf den Klimawandel und seine Auswirkungen zu begrenzen. Dafür haben sie seit Herbst 2019 den Fußabdruck der britischen Trip-Hop-Band Massive Attack analysiert .  mehr...

Forum Green Deal in der Kunst – Kann Kultur klimaneutral sein?

Dietrich Brants diskutiert mit
Amelie Deuflhard, Künstlerische Leiterin, Kampnagel Hamburg
Achim Könneke, Würzburger Bündnis KlimaKultur
Hans-Peter Schuster, Geschäftsführer, Lenbachhaus München  mehr...

SWR2 Forum SWR2

STAND
INTERVIEW
Marie-Dominique Wetzel