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Geraubte Ideen – Wie die Nazis jüdische Bücher arisierten

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Julia Smilga
Julia Smilga (Foto: SWR, Julia Smilga)

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Dass in der Nazizeit jüdische Banken, Fabriken und Kaufhäuser den Eigentümern entrissen wurden, ist bekannt. Weniger bekannt ist der intellektuelle Raub der Nazis.

Ungezählte Werke jüdischer Wissenschaftler oder Sachbuchautorinnen wurden in der NS-Zeit "arischen" Verfassern zugeschrieben – sei es ein juristischer Kommentar, ein medizinisches Lexikon oder ein Kochbuch.

Dieser Diebstahl geistigen Eigentums ist bis heute kaum aufgeklärt, die Nazi-Namen sind geblieben – auch, weil viele Verlage ungern ihre Archive öffnen. Doch mit jedem neu entdeckten Fall wächst der öffentliche Druck.

Karina Urbach und ihre Familiengeschichte Wie die Nazis ein Kochbuch raubten

Die Jüdin Alice Urbach war in den 1930er Jahren eine erfolgreiche Köchin. Ihr Kochbuch So kocht man in Wien! wurde von den Nazis geraubt und unter einem anderen Namen veröffentlicht.   mehr...

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Nationalsozialismus

Digitalisierung Millionen Wiedergutmachungsakten sollen digitalisiert werden

Wer im Nationalsozialismus verfolgt worden ist, hatte grundsätzlich Anspruch auf Entschädigung. Aber längst sind bei der „Wiedergutmachung“ noch nicht alle Fälle geklärt. Millionen Akten liegen dazu in den Bundesländern. Nun sollen sie unter Federführung des Bundesarchivs digitalisiert werden.  mehr...

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Kultur Die documenta in Kassel – Weltkunst in der deutschen Provinz

Die documenta ist eine der wichtigsten Kunstausstellungen weltweit. In Kassel war sie nicht immer beliebt. Auch die aktuelle documenta fifteen, die am 18. Juni öffnet, ist umstritten. Von Stefanie Blumenbecker (SWR 2022). | Die alle fünf Jahre stattfindende documenta gilt neben der Biennale in Venedig als wichtigste Präsentation für Gegenwartskunst. Die documenta fifteen findet in diesem Jahr vom 18. Juni bis zum 25. September 2022 statt. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/documenta | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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SWR2 Wissen | Porträt zum 10. Todestag Die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich – Eine friedfertige Frau?

Margarete Mitscherlich (1917 - 2012) verband Psychoanalyse und Gesellschaftskritik. Ihre Bücher waren wegweisend in der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit oder mit Geschlechterrollen. Von Rolf Cantzen (SWR 2020) | Porträt zum 10. Todestag am 12. Juni 2022 | Im Podcast "SWR2 Archivradio" gibt es ein ausführliches Interview mit Margarete Mitscherlich aus dem Jahr 1989: http://swr.li/archivradio-mitscherlich | Manuskript zur Sendung: http://swr.li/mitscherlich | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Archivradio-Gespräch Adolf Eichmann in Jerusalem (2/2) – Wie Deutschland den Prozess beeinflussen wollte

Was würde Eichmann aussagen? Die Adenauer-Regierung und der BND wollten den Prozess in Jerusalem beeinflussen. Eichmanns Hinrichtung am 31. Mai 1962 war für sie eine Erleichterung. Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Bettina Stangneth (SWR 2022) | Teil (2/2) |  Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/adolf-eichmann-zwei | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Archivradio-Gespräch Adolf Eichmann in Jerusalem (1/2) – Der Massenmörder vor Gericht

Todesurteil für Adolf Eichmann: Am 15.12.1961 ging der Prozess gegen den Mann, der den Holocaust organisiert, sich aber als kleiner Bürokrat inszeniert hatte, unter großem Medieninteresse zu Ende. Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Bettina Stangneth. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/adolf-eichmann | Weitere Literatur: Bettina Stangneth: Eichmann vor Jerusalem. Das unbehelligte Leben eines Massenmörders; Avner Werner Less: Lüge! Alles Lüge! Aufzeichnungen des Eichmann-Verhörers. | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

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Diskussion Der verkannte Jahrhundert-Philosoph – Was bleibt von Karl Jaspers?

„Wo er spricht, wird es hell“, hat Hannah Arendt einmal über ihren Lehrer gesagt, er sei der einzige Nachfolger, den Kant je hatte. Karl Jaspers war zu Lebzeiten einer der prominentesten deutschen Denker. Doch der moderne Philosophiebetrieb hat sein Werk ad acta gelegt und als wirkungsarm archiviert. Martin Durm diskutiert mit Prof. Dr. Matthias Bormuth - Vorsitzender der Karl Jaspers-Gesellschaft e.V., Oldenburg, Dr. Wolfram Eilenberger - Publizist und Philosoph, Prof. Dr. Annemarie Pieper - em. Universität Basel  mehr...

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