Europäische Kulturhauptstadt 2022

Esch-sur-Alzette: Herz aus Stahl

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Von einem Zentrum der Stahl- und Eisenindustrie hin zu einem modernen Wissenschaftsstandort – diesen Wandel will Esch als Kulturhauptstadt zeigen. Hinter „Esch 2022“ verbergen sich neben der eigentlichen Stadt Esch-sur-Alzette weitere achtzehn luxemburgische und französische Gemeinden. Gemeinsam wollen sie für alle da sein und dabei Kultur und Tradition verbinden.

Das „Land der roten Erde“, wie es wegen des hohen Eisenanteils im Boden genannt wird, will auch seine grüne Seite unter Beweis stellen, z.B. auf einem Wanderweg, der die Kulturhauptstadtgemeinden verbindet.

Kulturhauptstädte 2022 Novi Sad, Kaunas und Esch-sur-Alzette feiern die kulturelle Vielfalt Europas

Drei Städte, drei Länder, drei Arten Kultur und Europa zu erforschen: Mit Novi Sad in Serbien, Kaunas in Litauen und Esch-sur-Alzette in Luxemburg teilen sich 2022 drei geografisch weit voneinander entfernte Städte den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“, der seit 1985 von der EU vergeben wird. Sie machen die kulturelle Vielfalt und den kulturellen Reichtum des Kontinents deutlich.  mehr...

Luxemburg

Industriekultur in der Großregion Stadt Esch/Alzette in Luxemburg ist Kulturhauptstadt 2022

Rund um die Luxemburger Stadt Esch werden weitere 18 Gemeinden aus Luxemburg und dem angrenzenden Frankreich Kulturveranstaltungen bieten. Und das nach dem Motto "Remix".  mehr...

Gespräch So wichtig wie der Kölner Dom: Ampelkoalition plant „Bundesstiftung Industrielles Welterbe“

Lob für ein Kulturvorhaben der neuen Ampel-Koalition. Die plant nämlich, eine,,Bundesstiftung Industrielles Welterbe" zu gründen, um sieben große Industrie-Denkmäler im Land besser unterstützen zu können, darunter auch die Völklinger Hütte. Im Gespräch mit SWR erklärt der Direktor der Völklinger Hütte, Ralf Beil, optimistisch dazu:,,Alle führenden Parteien sind sich in diesem Projekt einig gewesen": Er gehe deshalb davon aus, dass das Vorhaben ,,mit Schubkraft" vorangetrieben werde.
Der Satz aus dem Koalitionsvertrag. ,,Wir schaffen eine Stiftung industrielles Welterbe und prüfen die europäische Mechanismen zur Förderung des Denkmalschutzes" sei mehr als ein Plan, so Beil. Denn die sieben Objekte, die alle bereits zum Kreis der UNESCO-Weltkulturerbestätten gehören, hätten sich im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen bereits stark gemacht für die neue Bundesstiftung. Ziel sei es vor allem, deren Unterhaltskosten zu gewährleisten.
Die bisherige Situation bezeichnet Beil gegenüber SWR2 als unbefriedigend: ,,Es gibt Förderprogramme der EU, des Bundes und des Landes - die zielen aber vorrangig auf Investitionen." Geld für den Unterhalt und den Betrieb zu bekommen sei bisher hingegen schwierig gewesen. Nun freue man sich und halte die Stiftung für ,,höchst sinnvoll", so Beil, denn der Erhalt historischer Zeugnisse des industriellen Zeitalters sei so wichtig wie der Erhalt von Kathedralen:,,Industrieanlagen und der Kölner Dom - das sind Parallelwelten, in den sich unsere Welt und europäischen Kultur erfindet und erbaut hat."
Ralf Beil hat in Freiburg Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie studiert. Er leitete das Museum Mathildenhöhe Darmstadt und das Kunstmuseum Wolfsburg ehe er 2020 zum Direktor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte berufen wurde.  mehr...

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Geschichte Jüdische Geschichte erleben – mit der SchUM-Städte-App durch Mainz

Jüdische Geschichte lebendig erzählt: Die Storytelling-App „SchUM-Städte“ nimmt die Nutzer mit auf eine Zeitreise durch die jüdische Vergangenheit von Mainz. Aus der Perspektive der fiktiven Gegenwartsfigur Leon Schlesinger erzählt die App verschiedene Geschichten und informiert über Gebäude, Personen und historische Ereignisse. Im Mittelalter zählte Mainz gemeinsam mit Speyer und Worms zu den einflussreichsten jüdischen Gemeinden in Europa.  mehr...

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