SWR2 Wissen: Feature am Feiertag

Ehrliche Reue? Mein Nazi-Großvater und seine Umkehr

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Kilian Pfeffer
Kilian Pfeffer (Foto: SWR, Jens Müller)

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Kilian Pfeffers Großvater war überzeugter Nationalsozialist. Nach 1945 gehörte er zu den wenigen, die seine Vergangenheit nicht verschwiegen. Als er in den 1960er-Jahren als Professor für Soziologie an die Universität Münster berufen wurde, ließ er eine studentische Vollversammlung einberufen. Er diskutierte mit den Studierenden, warum er Nationalsozialist war – und nun aber keiner mehr sei. So wurde es in der Familie erzählt.

Kilian Pfeffer wollte wissen: Was war mein Großvater, der 1971 starb, für ein Typ? Der Enkel hat in Archiven geforscht und mit Menschen gesprochen, die seinen Großvater erlebt haben. Je mehr er herausgefunden hat, desto komplexer wurde das Bild.

SWR 2019

Parlamentsdebatten 1931 bis 1933 Der Reichstag vor Hitler

Die Weimarer Republik war die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland. In bisher unveröffentlichten Tonaufnahmen der Parlamentsdebatten wird ihr Scheitern erfahrbar.

Archivradio-Gespräch Der Nürnberger Kriegsverbrecherprozess in Originaltönen

Ab 1945 saßen die führenden Nationalsozialisten auf der Anklagebank des Internationalen Militärgerichtshofs. Sie mussten sich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten.

SWR2 Wissen: Archivradio-Gespräch SWR2

Stolpersteine Johann Dötsch: "Das deutsche Volk wird sich noch wundern"

Ein Sozialdemokrat, der sich trotz Schutzhaft, Konzentrationslager und Todesmarsch nicht mundtot machen ließ. Johann Dötsch gründete nach dem Krieg die SPD in Koblenz neu und erlebte noch die ersten freien Wahlen.

Widerstand im "Dritten Reich" Zivilcourage im Nationalsozialismus

Ein verweigerter Hitler-Gruß, ein übermaltes Propaganda-Plakat – es gab Menschen, die sich im Kleinen den Nazis widersetzten. Was zeichnet ihren Widerstand aus und wie groß war er?

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23.5.1960 Israel gibt Festnahme Adolf Eichmanns bekannt

Am 23. Mai 1960 gibt Israels Premierminister David Ben Gurion die Verhaftung Adolf Eichmanns bekannt. Der israelische Geheimdienst Mossad hatte den Organisator des Massenmords an den Juden in Argentinien aufgespürt, entführt und nach Israel gebracht.

Extremismus Rechtsterrorismus in Deutschland – Von der Nachkriegszeit bis heute

Am Jahrestag des rechtsextremen Anschlags in Hanau mit neun Opfern fragen viele, ob Staat und Gesellschaft Nazi-Terror lange verharmlost haben. Ein Blick in die Geschichte Deutschlands zeigt: ja.

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Frankfurter Auschwitz-Prozess

25.3.1961 Generalstaatsanwalt Fritz Bauer fordert Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen

25.3.1961 | In einem Interview aus dem Jahr 1961 erklärt der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, warum es notwendig sei, die Naziverbrechen gerichtlich aufzuarbeiten.

17.9.1964 Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess: Vernehmung

17.9.1964 | Am 20. Dezember 1963 begann im Frankfurter Römer der größte Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte. Angeklagt waren 23 Mitglieder der Lagermannschaft im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Initiator dieses ersten Auschwitz-Prozesses war der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Ausgangspunkt waren aufgetauchte Erschießungslisten, die Bauer zugespielt worden waren. Der Mitschnitt dokumentiert die Vernehmung von Mitgliedern der Fahrbereitschaft am 17. September 1964.

Archivradio-Gespräch Die Tonbandmitschnitte des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1963 bis 1965

Die „Auschwitz-Tonbänder“ sind die übrig gebliebenen Tonbandmitschnitte vom ersten Auschwitz-Strafprozess 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main. Das Gericht ließ primär die Zeugenaussagen mitschneiden, um später Unentschiedenheiten beim Erstellen des Gerichtsprotokolls auszuräumen. Denn die Zeugen waren Überlebende des Vernichtungsterrors und sprachen leise, manche in gebrochenem Deutsch. Warum ausgerechnet diese zwei Regalmeter an Bändern von einem fast 200 Tage dauernden Marathonprozess übrig blieben, kann auch der Experte für dieses Tonmaterial im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Johann Zilien, nicht erklären. Maximilian Schönherr im Gespräch mit Johann Zilien am 20. März 2014.

Geschichte: aktuelle Beiträge

Deutsche Mediengeschichte (1/3) Rundfunkpionier Paul Laven – Stimme der Weimarer Republik

In den 1920ern überholt der Rundfunk die Zeitungen als Leitmedium: schneller, direkter, moderner. Wer es sich leisten kann, zahlt zwei Mark, um das neue Medium zu hören. Der Rest lauscht im Café oder Friseursalon. Paul Laven wird die Radio-Stimme der Weimarer Republik. Was er macht, ist neu. Von Joachim Meißner. (SWR 2023) | Deutsche Mediengeschichte (1/3) | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/paul-laven | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Mastodon: @swr2wissen@social.tchncs.de

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Zwischen Gipsy Rap und Romantisierung | Die Roma in Europa (3/3)

Rap, Soul, aktivistisches Theater, die Kulturszene der Sinti und Roma ist modern, divers, bunt. Sie alle verbindet die Sprache Romanes und leider immer noch die Erfahrung von Diskriminierung. Von Tassilo Hummel. (SWR 2022) | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/roma-teil-drei | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Mastodon: @swr2wissen@social.tchncs.de

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Militär Der Leopard 2 und die Geschichte der Panzer

Es sind Kolosse des Schreckens. Kaum ein Waffensystem hat eine derartige Revolution ausgelöst wie die Panzer. Heute sind es Hochleistungsmaschinen, wesentlich schneller als ihre Vorgänger vor 100 Jahren. Der Beitrag von Michael Reitz aus dem Jahr 2016 ist unerwartet wieder aktuell geworden. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/panzer | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Mastodon: @swr2wissen@social.tchncs.de

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