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Vor 50 Jahren gehörten neun von zehn Deutschen einer christlichen Kirche an. Noch heute verweist das Grundgesetz auf eine Verantwortung vor Gott. Vor allem in ethischen Fragen hat das Wort der Kirchen Gewicht. Doch der Einfluss schwindet.

Die Hälfte der Deutschen ist kein Kirchenmitglied mehr. Gleichzeitig wächst die Zahl der Muslime, auch der Buddhismus hat Zulauf. Weltweit spielt Religion in vielen Konflikten eine zentrale Rolle.

Reihe

Die Macht ... (1/10) Die Macht der Politik

Angela Merkel übt Macht anders aus als ihre Vorgänger. Und sie ist die erste im Kanzleramt, die freiwillig aufhört. Doch um dorthin zu kommen, musste auch sie erst ihre Rivalen loswerden.
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SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (2/10) Die Macht und ihr Missbrauch

Eltern sprechen Machtworte, Polizisten greifen auf Demonstrationen hart durch: Ist das eine Charakterfrage? Warum missbrauchen die Stärken in einem Machtgefälle oft ihre Position?  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (3/10) Die Macht der Meinungen

Nie war die Meinungsfreiheit größer als heute. Doch Diktaturen finden neue Wege der Zensur, Fake News und Hass fluten das Internet und seriöser Journalismus verliert sein Geschäftsmodell.  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (4/10) Die Macht des alten weißen Mannes

Frauen arbeiten häufiger schlecht- oder unbezahlt, Migrant*innen erfahren strukturelle Diskriminierung. Aber hilft die Kritik am alten weißen Mann – oder verfestigt sie nur ein Stereotyp?  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (5/10) Die Macht der Algorithmen

Algorithmen filtern Nachrichten und Job-Bewerbungen. Sie haben Macht, bleiben aber unsichtbar. Manche wollen ihren Einsatz begrenzen, andere trauen ihnen gerechtere Entscheidungen zu.  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (6/10) Die Macht des Geldes

Geld formt unseren Alltag, unsere Umwelt, unser Zusammenleben. Zum Beispiel, wenn der Online-Handel die Innenstädte veröden lässt. Soziologen sprechen sogar von Erpressungsverhältnissen.
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SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (7/10) Die Macht der Eliten

Die Macht ... (7/10) | Man kennt sich – und bleibt unter sich: Die Elite in Deutschland ist ein kleiner Kreis, der Spitzenpositionen in Politik, Wirtschaft, Justiz und Verwaltung bekleidet. Wer zur Elite gehört, hat die Macht, Entscheidungen zu treffen, die viele prägen. Doch können wir alle zu Machtmenschen werden? Immer noch ist die soziale Herkunft entscheidend. Von Lydia Heller. | Manuskript und mehr zur Sendung: http://swr.li/macht-elite | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: wissen@swr2.de | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (8/10) Die Macht des Militärs

Nach dem Ende des Kalten Kriegs schien der Militarismus überwunden. Doch jetzt steigen die weltweiten Rüstungsausgaben rasant. Wie groß ist die Macht des Militärs heute?  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Die Macht ... (10/10) Die Macht stößt auf Widerstand

Wenn Menschen aufbegehren, können sie Macht kippen. Aber was macht Widerstand erfolgreich? Wie wird aus einer Einzelkämpferin eine große Bewegung? Welche Mittel sind gerechtfertigt?  mehr...

SWR2 Wissen: Spezial SWR2

Nahostkonflikt

Gespräch Gewalt-Eskalation zwischen Palästinensern und Israelis: Palästinenser brauchen „Mission Gandhi“

Als „erschreckend einseitig“ bezeichnet der Vorsitzende des Palästina Forums Aref Hajjaj die deutschen Reaktionen auf die Gewalteskalation im Nahen Osten. Im Gespräch mit SWR2 sagt der Politologe: „Es wird nur angesprochen von Hamas-Raketen, von den Angriffen auf die Synagogen“. Das seien „dumme, unüberlegte Aktionen von Jugendlichen - die muss man absolut verurteilen“, so Hajjaj. Die Palästinenser brauchten jedoch keine „Mission Che Guevara“, sondern eine „Mission Gandhi“. Die gewalttätigen Zwischenfälle in Deutschland als Antisemitismus zu bezeichnen sei jedoch eine „Verwässerung dieses historisch besetzten Begriffs“, so Hajjaj. Denn das rücke das Kernproblem, nämlich die Frage der durch Israel besetzten Gebiete, in den Hintergrund.
Eigentliche Ursache für die Eskalation der vergangenen Tage sind für Hajjaj die Räumungen von Häusern im Tempelberg-Bezirk von Ostjerusalem und die Blockade von Moscheen zum Ende des islamischen Fastenmonat Ramadan. Hajjaj wörtlich: „Ich habe mich sogar gewundert, dass es nicht zu einer dritten Intifada gekommen ist“. Profiteur der Gewalt sei unter anderen Benjamin Netanjahu: „Er sieht jetzt seine Chance stärker werden, doch wieder Ministerpräsident zu werden“.
Gefragt, welche Lösungsmöglichkeiten er für den Konflikt sehe, antwortet Hajjaj: „Worte allein helfen auf keinen Fall“. Vielmehr brauche es Druck auf Israel durch die USA, das habe auch der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland Avi Primor gesagt. Hajjajs pessimistische Prognose: „Allein mit schönen Deklarationen würde sich auch in 100 Jahren nichts ändern im Nahen Osten“.
Aref Hajjaj wurde 1943 in Jaffa/Palästina geboren und hat in Heidelberg Politikwissenschaft, Geschichte und Völkerrecht studiert. Er arbeitete über 20 Jahre für das Auswärtige Amt und für die Deutsche Welle. Er ist Vorsitzender des Deutschen Palästina Forums und betätigt sich als Journalist und Publizist.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Immer mehr Vertreibungen von Palästinensern Ursachen der Eskalation in Ost-Jerusalem

Die aktuelle Eskalation zwischen Israelis und Palästinenser käme nach einer langen Periode der Gewalt, sagte Bettina Marx, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah in SWR2. Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser, Gewalt israelischer Sicherheitskräfte gegen Palästinenser, „Das hat sich in den letzten Wochen und Monaten extrem gesteigert, dass Palästinenser erschossen wurden, dass sie vertrieben wurden aus ihren Häusern, sowohl im besetzten Ost-Jerusalem als auch im besetzten West-Jordanland", so Marx in SWR2.  mehr...

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