SWR2 Wissen: Spezial | Die Macht ... (1/10)

Die Macht der Politik

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Angela Merkel übt Macht anders aus als ihre Vorgänger. Und sie ist die erste im Kanzleramt, die freiwillig aufhört. Doch um dorthin zu kommen, musste auch sie erst ihre Rivalen loswerden.

Wer in einer Demokratie politische Macht ausüben will, muss vom Volk gewählt werden und vorher die eigene Partei von sich überzeugen.

Formal funktionieren diese Prozesse in der Bundesrepublik noch so wie nach ihrer Gründung. Und doch hat sich viel verändert: Es gibt mehr Parteien, gleichzeitig weniger verlässliche Wählermilieus. Das Internet und immer besser organisierte Lobbygruppen haben den Druck auf Politiker erhöht.

Vor allem aber steht die Demokratie heute stärker unter Beschuss als in den vergangenen Jahrzehnten. Trotzdem fällt vielen das Abgeben der Macht noch immer schwer.

Reihe

Die Macht ... (2/10) Die Macht und ihr Missbrauch

Eltern sprechen Machtworte, Polizisten greifen auf Demonstrationen hart durch: Ist das eine Charakterfrage? Warum missbrauchen die Stärken in einem Machtgefälle oft ihre Position?  mehr...

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Die Macht ... (3/10) Die Macht der Meinungen

Nie war die Meinungsfreiheit größer als heute. Doch Diktaturen finden neue Wege der Zensur, Fake News und Hass fluten das Internet und seriöser Journalismus verliert sein Geschäftsmodell.  mehr...

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Die Macht ... (4/10) Die Macht des alten weißen Mannes

Frauen arbeiten häufiger schlecht- oder unbezahlt, Migrant*innen erfahren strukturelle Diskriminierung. Aber hilft die Kritik am alten weißen Mann – oder verfestigt sie nur ein Stereotyp?  mehr...

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Algorithmen filtern Nachrichten und Job-Bewerbungen. Sie haben Macht, bleiben aber unsichtbar. Manche wollen ihren Einsatz begrenzen, andere trauen ihnen gerechtere Entscheidungen zu.  mehr...

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Die Macht ... (6/10) Die Macht des Geldes

Geld formt unseren Alltag, unsere Umwelt, unser Zusammenleben. Zum Beispiel, wenn der Online-Handel die Innenstädte veröden lässt. Soziologen sprechen sogar von Erpressungsverhältnissen.
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Wer zur Elite gehört, hat die Macht, Entscheidungen zu treffen, die viele prägen. Doch können wir alle zu Machtmenschen werden? Immer noch ist die soziale Herkunft entscheidend.  mehr...

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Die Macht ... (8/10) Die Macht des Militärs

Nach dem Ende des Kalten Kriegs schien der Militarismus überwunden. Doch jetzt steigen die weltweiten Rüstungsausgaben rasant. Wie groß ist die Macht des Militärs heute?  mehr...

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Die Macht ... (9/10) Die Macht der Religion

Noch hat das Wort der Kirchen in Deutschland Gewicht. Doch der Einfluss schwindet. Weltweit spielt Religion in vielen Konflikten aber weiterhin eine zentrale Rolle.  mehr...

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Die Macht ... (10/10) Die Macht stößt auf Widerstand

Wenn Menschen aufbegehren, können sie Macht kippen. Aber was macht Widerstand erfolgreich? Wie wird aus einer Einzelkämpferin eine große Bewegung? Welche Mittel sind gerechtfertigt?  mehr...

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Große politische Reden überdauern die Zeit. In Deutschland aber, so scheint es, haben wir lange keine mehr gehört. Was macht eine gute Rede aus und wann wird sie unvergesslich?  mehr...

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Soziologie Max Weber – Politik als Beruf

Für den Soziologen Max Weber (1864 - 1920) sind Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß die wichtigsten Qualitäten eines guten Politikers. Welche Rolle spielt sein Denken heute?  mehr...

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CDU-Spendenaffäre

24.11.1999 Die Spende des Waffenhändlers

CDU-Spendenaffäre (1) | Die CDU-Spendenaffäre beginnt im November 1999. CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep wird verhaftet. Der Verdacht: Steuerhinterziehung. Kiep soll 8 Jahre zuvor vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber eine Spende über 1 Million D-Mark für die CDU erhalten haben und nicht versteuert haben. Es stellt sich später heraus, dass das Geld ursprünglich von der Thyssen AG stammt. Spekulationen gehen los: War das eine Gefälligkeit dafür, dass die Kohl-Regierung Waffenlieferungen an Saudi-Arabien genehmigte? Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl erklärt, er habe von der Spende nichts gewusst. Doch Walther Leisler Kiep stellt das anders dar. Damit wird die Affäre Kiep zu einer CDU-Spendenaffäre. Es ist der 24. November 1999.  mehr...

30.11.1999 Die Enthüllung der schwarzen Konten

CDU-Spendenaffäre (2) | Wo landete nun die Million des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber? Am 26. November 1999 räumt Heiner Geißler, der ehemalige Generalsekretär der CDU, ein, dass es in der CDU schwarze Konten gab. Ex-Bundeskanzler Kohl schweigt zunächst und gibt die schwarzen Konten erst vier Tage später zu.  mehr...

22.12.1999 Merkel und Schäuble: Kohl soll Spender nennen!

CDU-Spendenaffäre (3) | Helmut Kohl will die Namen der Spender nach wie vor nicht nennen, er habe ihnen schließlich sein Ehrenwort gegeben. Das bringt die CDU zunehmend in Bedrängnis, sie beginnt, sich von ihrem Ehrenvorsitzenden abzusetzen. Aufsehen erregt ein Artikel von Generalsekretärin Angela Merkel, die in der FAZ deutliche Worte findet. Die von Kohl verantworteten Vorgänge haben der Partei Schaden zugefügt, schreibt sie. Die CDU müsse sich auf eine Zukunft ohne Kohl einstellen. Sie müsse sich wie jemand in der Pubertät von zu Hause lösen und eigene Wege gehen. Am selben Tag, dem 22. Dezember 1999, trifft sich das CDU-Präsidium und fordert Kohl geschlossen auf, Klartext zu reden.  mehr...

10.1.2000 Auch Schäuble hängt mit drin

CDU-Spendenaffäre (4) | Kaum sind die Weihnachtsferien vorbei, kommt der nächste Knall. Am 10. Januar 2000 gibt CDU-Chef Wolfgang Schäuble zu, als früherer Generalsekretär auch eine Spende des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber entgegengenommen zu haben.  mehr...

18.1.2000 „Jüdische Vermächtnisse“ und Kohls Ehre

CDU-Spendenaffäre (5) | Mitte Januar kommt ein weiterer Skandal ans Licht: Die CDU Hessen hatte in den 1980er-Jahren illegale Parteispenden ins Ausland transferiert. Wenn die Partei die Spenden wieder zurückholte, waren diese als angebliche jüdische Vermächtnisse deklariert worden. Das wurde nicht nur von den in Deutschland lebenden Juden als höchst geschmacklos empfunden. Durch diese immer neuen Skandale kommt die CDU nicht zur Ruhe. Am 18. Januar 2000 trifft sich der Vorstand der Bundes-CDU. Es geht dabei um die Zukunft des Noch-Ehrenvorsitzenden Helmut Kohl und des amtierenden CDU-Chefs Wolfgang Schäuble, nachdem inzwischen bekannt ist, dass auch er in die Spendenaffäre verstrickt ist.
Knapp einen Monat später tritt auch Wolfgang Schäuble als Parteichef zurück. Seine Nachfolgerin wird Angela Merkel. Helmut Kohl wiederum fühlt sich von seiner Partei im Stich gelassen. Er lässt den Ehrenvorsitz nicht ruhen, sondern legt ihn noch am selben Tag nieder. Um seine Ehre aber kämpft er weiter. Das betont er gleich am folgenden Tag bei einem Auftritt vor der Handelskammer in Hamburg.  mehr...

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