SWR2 Radio Akademie Das Verschwinden der Landschaft

Aus der Reihe: "Der bewegte Mensch – Unterwegs in der Zukunft" (12/12)

Von Wilm Hüffer

Tal im herbstlichen Nebel (Foto: SWR, Gerald Keßler -)
Verschwinden der Landschaft Gerald Keßler -

Mit Smartphone und Navi sind wir in der Lage, uns ortsunabhängig zu organisieren. Und nehmen deshalb auch die Landschaft selbst nur noch zur Kenntnis, wenn sie unmittelbar für eigene Zwecke benötigt wird. Dienstreisen führen an Treffpunkte – nicht an Orte. Selbst bei natürlichen Fortbewegungsformen verschwindet oft das Bewusstsein für die Umgebung. Wer joggt oder Fahrrad fährt, richtet den Blick oft auf den Blutdruck- oder Entfernungsmesser. Auch im Urlaub ist die Landschaft oft nichts anderes mehr als eine unter Erholungsgesichtspunkten organisierte "Servicefläche", die um ihrer selbst willen nicht interessant ist – und als solche auch nicht mehr erlebt wird.

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