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Dutch Harbor auf den Aleuten

Von Ingrid Norbu

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Der beliebteste Fisch der Deutschen stammt aus der fernen Beringsee, die den Pazifik vom Nordpolarmeer trennt. Zu Tausenden wird der Alaska-Seelachs hier in riesige Blöcke gepresst und tiefgefroren, um später daraus genormte Fischstäbchen oder Schlemmerfilets herzustellen.

In Alaska heißt der Seelachs "Pollock" und war früher nur Beifang. Er ist auch kein Lachs, sondern ein Verwandter des Kabeljaus. Fast alle Seelachs-Filets, die bei uns verkauft werden, wurden in Dutch Harbor verschifft. Die Stadt mit ihren 4000 ständigen Bewohnern vermittelt geradezu ein Ende-der-Welt-Gefühl, doch dank des wachsenden Fischhungers ist die Siedlung heute der größte Fischereihafen der USA.

Doch hat die Fischereiindustrie in ihrer jetzigen Form Zukunft? Die Trawler mit ihren Schleppnetzen haben die Bestände längst dezimiert. Umweltschützer fordern, die Gewässer um die Aleuten unter Schutz zu stellen. (Produktion 2015)

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