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Probleme der Pränatal-Diagnostik

Von Christine Werner

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
8:30 Uhr
Sender
SWR2

Seit dem 20. August 2012 bieten knapp 200 Pränatalzentren und Frauenarztpraxen einen neuen Bluttest an, mit dem Embryonen auf Trisomie 21 getestet werden können, das Down-Syndrom. Der "Praena-Test" darf erst ab der 12. Woche durchgeführt werden, wenn ein Verdacht auf einen Gendefekt vorliegt und die Frauen vorher beraten wurden - das schreibt das Gendiagnostikgesetz vor. Doch die Forschung auf diesem Gebiet ist schon weiter. Der am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik entwickelte Kingsmore-Test kann über 1200 Gendefekte identifizieren, die mit schwersten Behinderungen im Zusammenhang stehen. Wird bei einem Ungeborenen eine unheilbare Krankheit festgestellt, stehen Paare vor einer extremen Situation: Sie müssen über Leben oder Tod ihres Kindes entscheiden. Kritiker sprechen von "Selektion" und befürchten, dass die Gesellschaft gegenüber Behinderungen zunehmend intolerant wird. (Produktion 2013)

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