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August Euler (20.11.1868 - 1.7.1957) erhielt am 1. Februar 1910 als erster Deutscher das internationale Flugzeugführerpatent.

Erster Deutscher mit Flugschein

Ausgestellt wurde das Patent vom Deutschen Luftschifferverband. Seit 1908 betrieb Euler Flughäfen bei Darmstadt und später bei Frankfurt, auf dem er selbst Motorflugzeuge konstruierte, baute und erprobte und zugleich eine Fliegerschule leitete.

Ruhestand im Schwarzwald

Nach seinem Ruhestand im Jahr 1922 ließ Euler sich auf dem Feldberg im Schwarzwald nieder, im sogenannten "Euler-Haus", wo er am 1. Juli 1957 starb. Am Ende des Tons von 1934 singt er ein Lied darüber, dass man ihn gern dort besuchen kommen könne.

Das Interview stammt von Silvester 1934. Euler spricht über die Anfänge der Luftfahrt und singt ein selbst komponiertes Lied: "Ihr könnt mich mal".

Euler über die Zukunft der Luftfahrt.

In der folgenden zweiten Aufnahme von 20.11.1938 prophezeit Euler den Siegeszug der "mechanischen Vögel", allerdings werde es auf dem Weg dorthin auch Probleme geben.

Dauer

Als Fliegen noch so anders war

Da Anfang des 20. Jahrhunderts der Luftraum über einem Grundstück noch seinem Besitzer gehörte, musste man spezielle Genehmigungen haben. Nachdem der Flugschüler Prinz Heinrich von Preußen, Bruder des Kaisers Wilhelm II., bei einem Probeflug so nah an ein Ulanen-Regiment herangeflogen war, dass er einem der Reiter die Waffe mit dem Flügel aus der Hand riss, musste sich Euler einen neuen Flugplatz suchen.

August Euler erzählt in einem anderen Interview, dass zu Beginn der Fliegerei die Menschen beim Anblick eines Flugzeuges teilweise so gerührt waren, dass sie in Tränen ausbrachen. Für die Zukunft sagte er den Siegeszug der "mechanischen Vögel" voraus, der 1908 begonnen habe, und der auch für das Automobil gelte.

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