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SWR2 Wissen: Aula

Wie in einem Spiegelbild können wir am 30-jährigen Krieg erkennen, wie heutige Konflikte entstanden sind, was sie am Laufen hält und wie sie beendet werden könnten.

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Das Gespräch mit Herfried Münkler auf einen Blick: 

  • Der 30-jährige Krieg dient als Blaupause für moderne kriegerische Konflikte im Hinblick auf: - das Aufkommen von Söldnern; - das Aufkommen einer "Kriegsökonomie", - Grausamkeit gegen Zivilisten - das Verbreiten von Religionsideologie - die Idee, dass eine kriegerische Auseinandersetzung unvermeidlich ist 
  • Dieser Krieg zeigt uns: Die Peripherie ist wichtig, nicht das Zentrum. In der Peripherie entwickelt sich das gewalttätige Potenzial. Das ist heute auch so, zum Beispiel im östlichen Balkan. Diese Region haben die Europäer nach den jugoslawischen Zerfallskriegen mit Personal – Militär, Polizei, Administration – und Geld ruhig gestellt. Dieser Konflikt ist aber nach wie vor da ist.
  • Heute existiert eine unsichere Zone, die vom Kaukasus über das Schwarze Meer – nördlich Ukraine, südlich Türkei – bis in den Balkan nach Europa hereinreicht. Das ist in Verbindung mit dem zerfallenden Nahen Osten die große Herausforderung unserer Zeit.
  • Auch aus dem Westfälischen Frieden lässt sich etwas Aktuelles lernen, und zwar wie man religiöse Unbedingtheitsansprüche, denen die Glaubenskrieger von heute blind gehorchen, neutralisiert.Das vollständige Manuskript finden Sie hier.
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