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Schwarzwaldmagier

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Roland Kroell kennt sich aus im Schwarzwald. Dennoch kann auch er hier "kleine Ecken" neu entdecken. "Jeder Bach rauscht hier anders", sagt der Musiker.

Roland Kroell kennt sich aus im Schwarzwald. Dennoch kann auch er hier "kleine Ecken" neu entdecken. "Jeder Bach rauscht hier anders", sagt der Musiker.

Hier herrsche oft eine Stimmung wie in den Schottischen Highlands. Dann falle es besonders leicht, zu sich und in eine "innere Welt" zu finden. Kroell nennt diese Welt auch "Seelenwelt" oder "Traumwelt".

Der rote Mantel ist Teil seines Künstlergewands. So war kein klassischer Druide angezogen, sagt Kroell. Doch die Farbe Rot mag der "Keltenforscher": "Damit hebt man sich so schön von der Natur ab!"

Für die Heiden waren Steine oft Kultorte und Treffpunkte zugleich. Dieser hat eine Wölbung, in der man knien kann. Von der Kirche wurden "heilige Steine" entweder umgedeutet, oder verteufelt, sagt Kroell.

Hier in Schönau wurde der Stein zum "Petrusstein" und in eine Kapelle integriert, erklärt Kroell. Deshalb widersprechen sich keltische Traditionen und christlicher Glaube für ihn nicht.

Schon die Kelten haben auf diesem alten Instrument gespielt, sagt Kroell. Er trägt ein selbst komponiertes Stück auf der Dulcimer vor. Das Instrument schafft für ihn eine ganz besondere Stimmung.

Diese Dulcimer hat vier Saiten und stammt aus England. In Deutschland wurde das Instrument früher "Scheitholz" genannt. Besonders die Minnesänger des Mittelalters haben die Dulcimer gerne benutzt, da sie leichter war als die Harfe.

Der Musiker spielt auf einer Flöte aus Irland. Die "low whistle" klingt tief und ist für die Landschaft wie gemacht, findet Roland Kroell.

Roland Kroell musiziert aber nicht nur in der Landschaft, sondern auch mit ihr. Die dreieckigen Kupferplättchen sind unterschiedlich groß und erzeugen im Wasser einen Akkord. Der Musiker empfindet diese Klänge als "sphärisch" und nennt sie deswegen "Feenmusik".

"Zu Zeiten der Kelten, war der Schwarzwald ein Urwald" sagt Kroell, "für sie waren die Bäume auch heilige Wesen."

Den Stab hat der "Keltenforscher" in England gefunden: "Er könnte ein Druidenstab sein. Wer den Stab hatte, hatte die Macht!" Die Feder am Stock ist eine Zeichen für die Verbindung mit dem Himmel, sagt Kroell.

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