November 1956: Ein sowjetischer Panzer steht  nach dem ungarischen Volksaufstand auf einem Platz in Budapest. (Foto: picture-alliance / dpa, picture-alliance / dpa -)

November 1956 Nach dem Volksaufstand: Ungarn auf der Flucht

Ende Oktober 1956 erhebt sich das ungarische Volk für mehr Demokratie und für die Unabhängigkeit Ungarns. Im November wird der Volksaufstand von sowjetischen Truppen niedergeschlagen. Die Aufständischen werden hingerichtet oder eingesperrt, viele Ungarn fliehen.

Am 5. November 1956 kommen ungarische Flüchtlinge in Jennersdorf an der österreichischen Grenze an. Mehrere Flüchtlinge sprechen über ihre Herkunft und die Umstände ihrer Flucht. In einer provisorischen Unterkunft werden die Flüchtlinge mit warmem Essen versorgt.  Auch in Graz sind über 800 Flüchtlinge in einer Industriehalle untergebracht.

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Göppingen im November 1956: Trotz beengter räumlicher Verhältnisse nimmt Maria Weigel Verwandte auf, die nach der Niederschlagung des Volksaufstandes aus Ungarn geflohen sind.

Maria Weigel war bereits 1946 aus Ungarn geflohen. Arbeit haben die Flüchtlinge bereits gefunden. Allerdings macht sich die gesamte Familie große Sorgen um weitere Familienangehörige, die in Ungarn zurückgeblieben sind.

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Ende November 1956 kommen 74 neue ungarische Flüchtlinge im Lager Osthofen bei Worms an. 1.800 Flüchtlinge wurden bereits aufgenommen. Am Tag zuvor hat das Bundeskabinett sich dazu entschlossen, unbegrenzt Flüchtlinge aus Ungarn aufzunehmen. So bald wie möglich sollen die größtenteils jungen Flüchtlinge einen Arbeitsplatz bekommen.

Da viele Flüchtlinge zwischen 14 und 30 Jahre alt sind, dürfte dies auch kein Problem sein, meint die Reporterin. Unter den Flüchtlingen befinden sich beispielsweise Arbeiter aus der eisenverarbeitenden Industrie oder aus Bergwerken sowie Holzarbeiter. Zwei der Flüchtlinge berichten über ihre Ausbildung.

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