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Soldaten mit improvisierten Musikinstrumenten, um 1915

1914 - 1918 Der Erste Weltkrieg

Kurz nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo griff Europa zu den Waffen – der Erste Weltkrieg begann. Auch das Deutsche Reich machte begeistert mobil.

Hören Sie Originalaufnahmen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges:

Hier finden sie Reden, Lieder, Kabarettstücke und Hörbilder in Original-Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1914 und 1918.

Soldaten in einem offenen Eisenbahnwaggon, winken in die Kamera, Aufschriften auf dem Waggon.

Deutsche Soldaten fahren an die Westfront, 1914

1914

Mit Kriegserklärungen und Mobilmachung in Juli und August 1914 läuft auch die Propagandamaschinerie an.

In schmissigen Liedchen werden alte Heldentaten instrumentalisiert, wie der Krieg gegen Frankreich 1870, und in sogenannten Hörbildern neue Heldentaten inszeniert, wie die Eroberung des belgischen Lüttich.

Soldaten sitzen um ein Lagerfeuer herum und wärmen sich auf, Schneelandschaft im Hintergrund.

Österreichische Soldaten in einem Biwak in den Karpaten, 1915

1915

In Ost und West entwickelt sich der Krieg mehr und mehr zum Grabenkampf. Doch die Propagandamaschinerie läuft weiter: Von höchster Stelle ergehen Lobeshymnen auf die Leistungen der Truppen.

Die Einrichtung eines Witwen- und Waisenfonds und die wachsende Bedeutung des Roten Kreuzes deuten auf die mörderische Seite des Krieges.


Das deutsche Handels-U-Boot 'Deutschland' wurde im Ersten Weltkrieg eingesetzt; hier im Hafen von Baltimore/USA

Deutsches Handels-U-Boot 'Deutschland' im Hafen von Baltimore, 1916

1916

Der Krieg geht ins dritte Jahr. Großoffensiven wie die Brussilow-Offensive der Russen fordern ca. 2 Millionen Tote.

Die Moral der Deutschen sinkt merklich, und soll durch Aufrufe wie dem Lujo Brentanos zur "Einigkeit des Deutschen Volkes" gestärkt werden. Noch handelt man mit den USA per U-Boot.


Tote liegen auf einem Schlachtfeld, Verdun 1916, neben den Toten Waffen, eine Trommel

Tote auf dem Schlachtfeld von Verdun.

1917

Philipp Scheidemann ruft im Reichstag angesichts der nicht eintretenden Kriegsentscheidung zum Friedensschluss auf.

Deutsche Forscher finden im Krieg ein Experimentierfeld für neue Technologien, darunter auch chemische Waffen. Tirpitz kommentiert den U-Boot Krieg gegen Großbritannien.


Soldaten bringen 1918 auf dem Schlachtfeld Essen in die vorderen Gräben an der Westfront

Deutsche Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg, 1918

1918/19

Friedensvertrag mit Russland bekräftigt. Die alliierte Großoffensive im Westen kommt ins Rollen und führt schlussendlich zur Deutschen Kapitulation.

Philipp Scheidemann ruft am 9.11.1918 die Republik aus. Bei den Friedensverhandlungen in Versailles wird das Deutsche Reich für kriegsschuldig befunden.

Hans Bredow / Deutsches Rundfunkarchiv

Hans Bredow

1954

Im Interview mit dem Südwestfunk vom 25.11.1954 erzählt Hans Bredow von den Anfängen des Radios und wie sich die technischen Möglichkeiten entwickelten.

Er experimentierte während des Ersten Weltkrieges mit ersten Rundfunksendern. Er wollte einen "Rundfunk für alle" und die Einsamkeit aus dem Leben der Menschen verbannen. mehr

31:28 min

Mehr Info

März 2014

Archivgespräch mit Andreas Vetter, Dokumentar im SWR

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Das Archivradio bietet den Archivaren ein Sprachrohr. Hier spricht der langjährige Dokumentar beim SWR Andreas Vetter über seine Bestückung des Archivradio-Schwerpunkts zum 1. Weltkrieg im März 2014.

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