Eine Bandmaschine in der BStU (Foto: SWR, SWR - Maximilian Schönherr)

Zeugnisse einer Diktatur Tonaufnahmen der Stasi

Geheime und öffentliche Strafprozesse, Stasi-Schulungen, Telefonüberwachungen und Mielke-Reden: Tonaufnahmen, die nach der Wende auftauchten, erzählen die Geschichte der DDR neu.

Die traurigen Geheimnisse einer Diktatur kommen ans Tageslicht

Das Audio-Material wird von den Mitarbeitern der Bundesbehörde für die Stasi-Unterlagen in Berlin nach und nach erschlossen. Wollte man alle Aufnahmen nonstop hören, bräuchte man drei Jahre.
Die internen Arbeiten der Bundesbehörde sind allenfalls Dokumentaren bekannt. So stieß SWR-Dokumentar Georg Polster auf diese Schätze. Er klärte die Senderechte und öffnete unserem Reporter Maximilian Schönherr bei der Behörde die Türen.

Zu den Aufnahmen gibt es jeweils auch mehrere einordnende Sendungen in SWR2 Wissen.

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Mitschnitte von zwei DDR-Spionageprozessen

1953: Otto Fleischer-Prozess

Mitschnitt eines DDR-Strafprozesses gegen Bergbau-Akademiker. Der führende Intellektuelle in Sachen Energiegewinnung durch Kohle war der aus Oberschlesien stammende Otto Fleischer.

1955: Strafprozess gegen Elly Barczatis und Karl Laurenz

Gesamtmitschnitt und Hintergründe des DDR-Spionage-Prozesses gegen Elli Barczatis und Karl Laurenz. Sie wurden 1955 zum Tode verurteilt. Alle Aufnahmen aus dem Prozess hier:

"Knüppel raus": Polizeifunk während einer Montagsdemo in Leipzig

In der Stasi-Unterlagenbehörde fand sich außerdem der folgende Mitschnitt des Polizeifunks während einer Montagsdemonstration

Dauer

Zu den eher kurioseren Funden gehören Tonaufnahmen beim Installieren einer Wanze - das war schon 1990, nach dem Fall der Mauer!

Außerdem: ein Gespräch mit den beiden Mitarbeiterinnen der Behörde für Stasi-Unterlagen, Elke Steinbach und Katri Jurichs.

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