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Die Mondlandung 1969 war der Endpunkt einer rasanten technischen Entwicklung – und eines erbitterten Wettstreits der Großmächte im Kalten Krieg. Als 1957 die Sowjetunion mit "Sputnik" den ersten Satelliten in den Weltraum brachte, fühlten sich die USA herausgefordert. Raketeningenieur Wernher von Braun spricht 1959 sehr explizit von der politisch-militärischen Bedeutung der Raumfahrt.

Der Weg zum Mond war jedoch ein gewaltiger Kraftakt. Es gab Rückschläge – wie den Kapselbrand der Apollo 1, bei dem drei Astronauten ums Leben kamen. Die Mondlandung selbst war dann eine Weltsensation – im deutschen Radio allerdings getrübt durch eine kleine Panne.

Interview - Die Tonaufnahmen und ihre Bedeutung

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Die Originalaufnahmen in chronologischer Reihenfolge

5.10.1957 Der Satellit Sputnik schockt den Westen

1955 kündigt US-Präsident Eisenhower den ersten Satelliten im All an. Doch 1957 dann der Sputnik-Schock: Die UdSSR gewinnt im Space Race. Die Signale ihres Satelliten Sputnik sind auch im Westen zu empfangen.  mehr...

4.11.1957 Laika – Die erste Hündin im All

Die USA hatten sich kaum vom Sputnik-Schock erholt, da legten die Sowjets nach und schicken mit Laika die erste Hündin ins All. In Deutschland ist nicht jeder vom Weltraumfieber erfasst.  mehr...

1959 Hermann Oberths Vision der Mondstation

Seine Bücher zu den Grundlagen der Raketentechnik waren Vorbild für Raumfahrt-Pioniere wie Wernher von Braun. Hier erläutert er seine Vorstellungen von einer Raumstation auf dem Mond.  mehr...

6.9.1959 Wernher von Braun über die Bedeutung der Raumfahrt im Kalten Krieg

Raketeningenieur Wernher von Braun spricht über die Zukunft der Raumfahrt. 1957 hatte die Sowjetunion den Sputnik-Schock ausgelöst und die USA unter Druck gesetzt. Wernher von Braun war eine schillernde Persönlichkeit. Er hatte schon Raketen und Waffen für das Nazi-Regime entwickelt. Nach dem Krieg tat er das dann im Auftrag der USA – bis er schließlich zur NASA wechselte und dort unter anderem im Apolloprogramm arbeitete.  mehr...

25.5.1961 John F. Kennedy überzeugt den Kongress von der Mondmission

25.5.1961 | Der junge US-Präsident Kennedy schwört die Nation auf den Wettlauf zum Mond ein. Noch in den 1960ern will er einen Mann auf den Mond bringen und wieder gesund zurück zur Erde.  mehr...

12.9.1962 John F. Kennedy: „Wir fliegen zum Mond, weil es schwer ist.“

12.9.1962 | John F. Kennedy hält an der Rice-Universität in Houston eine Rede, in der er die Bevölkerung für die ehrgeizigen Pläne zur Mondlandung gewinnen will.  mehr...

16.7.1969 Countdown und Start von Apollo 11

Die USA schreiben Raumfahrt-Geschichte, als die 3.000 Tonnen schwere Saturn-5-Rakete in Richtung Mond abhebt. Die Mission Apollo 11 hat begonnen. Die Medien sind dabei, als der Countdown startet.  mehr...

1969 Neil Armstrong auf dem Mond

Neil Armstrong betritt am 21. Juli 1969 als erster Mensch die Mondoberfläche. Im Archivradio ist ein Ausschnitt der SWF-Reportage "Apollo 11 - Der erste bemannte Flug zum Mond" zu hören.  mehr...

April 1970 Apollo 13: Houston, wir haben ein Problem!

Die Raumfahrtmission Apollo 13 endete im April 1970 beinahe in einer Katastrophe. In über 300.000 km Höhe kam es an Bord zu einer Explosion. Pilot Swigert meldete an das Kontrollzentrum: "Okay Houston, we’ve had a problem here."   mehr...

14.4.1970 Panne bei Apollo 13: "Houston, wir haben ein Problem."

14.4.1970 | Am 14. April 1970 erschüttert eine Explosion die Mondfähre. Die Astronauten der Apollo 13 melden sich mit dem berühmten Satz im Kontrollzentrum: "Houston, wir haben ein Problem."  mehr...

17.4.1970 Apollo 13 scheint gerettet

17.4.1970 | Die Rückkehr der Astronauten scheint am Mittag des 17. April gesichert. Das Kontrollzentrum in Houston gibt die letzten Daten bekannt. Es gibt genug Energie und Sauerstoff.  mehr...

5.9.1977 Sonde Voyager startet mit Visitenkarte der Erde

An Bord hatte die NASA eine Visitenkarte der Menschheit: Eine vergoldete Schallplatte mit Hinweisen zur Lage unseres Sonnensystems und akustischen Eindrücken der Erde: Baulärm und Walgesänge.  mehr...

26.8.1978 Sigmund Jähn erster Deutscher im All

Sigmund Jähn aus der DDR startet als erster Deutscher ins All. An Bord der sowjetischen Sojus 31 fliegt er mit dem Kosmonauten Waleri Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6.  mehr...

21.9.1978 Erich Honecker feiert den deutschen Raumfahrer Sigmund Jähn

Der Aufenthalt von Sigmund Jähn im All dauert nur eine Woche. Am 21.9.1978 kehrt er nach Berlin zurück und wird dort vom Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker in Empfang genommen.  mehr...

28.1.1986 Die Raumfähre "Challenger" explodiert

1986: Die Raumfähre explodiert kurz nach dem Start. Die sieben Astronauten an Bord sterben. Keine "Sternstunde der Wissenschaft", sondern eine Katastrophe der Raumfahrt.  mehr...

11.2.1986 Richard Feynman findet die Erklärung für die Challenger-Katastrophe

Nobelpreisträger Richard Feynman liefert in der Untersuchungskommission eine einfache Erklärung für die Katastrophe: Die Dichtungsringe wurden bei Kälte spröde und versagten.  mehr...

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