30.9.2010

Räumung für Stuttgart 21: Der "schwarze Donnerstag"

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Gábor Paál
Gábor Paál (Foto: SWR, Oliver Reuther)

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Protest gegen S21: Bäume im Stuttgarter Schlosspark sollen gefällt werden

Im Jahr 2010 rücken die Bauarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 immer näher. Im gleichen Maß wächst der Protest. S21-Gegner besetzen auch die Bäume im Stuttgarter Schlosspark, die ab dem 1. Oktober gefällt werden sollen. Und so eskaliert die Lage am 30. September – dem Tag, der als Schwarzer Donnerstag in die Geschichte der Stadt eingehen soll.

Polizei setzt Schlagstöcke, Wasserwerfer und Pfefferspray ein

Das Land hat sich Polizeiverstärkung aus anderen Bundesländern geholt. Schlagstöcke, Pfefferspray und Wasserwerfer kommen zum Einsatz, es gibt Schwerverletzte, ein Mann wird dauerhaft erblinden.

Urteil: Polizeieinsatz war rechtswidrig

Der Schwarze Donnerstag hatte juristische Folgen, nicht für mehr als 80 Demonstranten, gegen die Ermittlungen eingeleitet wurden, sondern auch für einige Polizisten und für den Polizeipräsidenten Siegfried Stumpf. Den Einsatz von Schlagstöcken und Pfeffersprays beurteilte das Amtsgericht Stuttgart in vielen Fällen als unverhältnismäßig. Im Jahr 2015 urteilte das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass der Polizeieinsatz zur Räumung des Schlossgartens rechtswidrig war.

Rückblick und was bis heute bleibt Stuttgart 21: Zehn Jahre Schwarzer Donnerstag

Der Polizeieinsatz am 30. September 2010 gegen Stuttgart 21-Gegner ist als Schwarzer Donnerstag in die Geschichte eingegangen. Was damals geschah wirkt bis heute nach.

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Geologie Stuttgart 21 – Tunnelbau in gefährlichem Gestein

55 Kilometer Tunnel wurden für Stuttgart 21 durch die Anhydrit-Hügel rund um die Stadt getrieben. Ein tückisches Gestein, denn es quillt bei Berührung mit Wasser. Wird alles gut gehen?

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