3.8.1949

Wahlaufruf des KPD-Vorsitzenden Max Reimann

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Gábor Paál
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SWR2 Archivradio

Die Kommunistische Partei Deutschlands war nach dem Krieg eine beachtliche Größe in Westdeutschland. Bei einigen Landtagswahlen erzielte sie zweistellige Stimmenergebnisse.

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In klassischen Arbeiterstädten wie Mannheim kam sie bei Oberbürgermeisterwahlen auf über 30 Prozent – daran knüpft auch der KPD-Vorsitzende Max Reimann in seinem Wahlaufruf am 3. August 1949 an. Er warnt davor, dass Deutschland ein „von Westmächten kontrollierten Kolonialstaat“ werde.

Bei den Bundestagswahlen 1949 kam die KPD auf 5,7 Prozent der Stimmen.

Max Reimann spielte später eine Rolle bei den parteiinternen Säuberungen. So war es Reimann, der seinen Parteifreund Kurt Müller mit einem Anruf nach Ost-Berlin lockte, wo dieser verhaftet, verurteilt und schließlich nach Moskau verschleppt wurde.

Weitere Informationen und Tonmaterial zu diesem Entführungsfall finden Sie im SWR2 Archivradio-Dossier "Menschenraub im Kalten Krieg".

Archivradio-Gespräch Menschenraub im Kalten Krieg

Bis zum Mauerbau 1961 ließ die Stasi in West-Deutschland Hunderte von Personen entführen: Regime-Gegner, abtrünnige SED-Funktionäre, Flüchtlinge, mutmaßliche Agenten.

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