14.12.1998

Martin Walser und Ignatz Bubis legen ihren Streit bei

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Die Dankesrede Martin Walsers bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 11. November 1998 in der Frankfurter Paulskirche erntete viel Applaus, sorgte aber gleichzeitig auch für Irritationen. In seiner Rede hatte Walser von der "Moralkeule Auschwitz" gesprochen. Zu den schärfsten Kritikern des Schriftstellers gehörte Ignatz Bubis, damals der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Walser der "geistigen Brandstiftung" bezichtigte.

Daraufhin trafen sich Bubis und Walser auf Einladung Frank Schirrmachers am 13. Dezember 1998 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu einer Aussprache. Anschließend traten beide vor die Kamera und erklärten, ihren Streit beigelegt zu haben.

11.11.1998 Martin Walser und die "Moralkeule Auschwitz"

Am 11. November 1998 erhielt der Schriftsteller Martin Walser in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In seiner Dankesrede kritisierte er, dass man den Deutschen ihre nationalsozialistische Vergangenheit immerzu vorhielt. Das helfe auf Dauer nicht, um diese grausame Zeit in kritischer Erinnerung zu behalten, sondern animiere die Menschen zum Wegschauen. Dadurch bestünde die Gefahr, dass Auschwitz zur simplen "Moralkeule" verkomme und seine tatsächliche Bedeutung verliere. Für seine Rede wurde Martin Walser teils heftig kritisiert.  mehr...

Trotz Auschwitz Jüdisches Leben in Deutschland nach 1945

Die Befreiung von Auschwitz bedeutete Neubeginn und Wiederaufbau einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft.  mehr...

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