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Am 11. November 1998 erhielt der Schriftsteller Martin Walser in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

In seiner Dankesrede kritisierte er, dass man den Deutschen ihre nationalsozialistische Vergangenheit immerzu vorhielt. Das helfe auf Dauer nicht, um diese grausame Zeit in kritischer Erinnerung zu behalten, sondern animiere die Menschen zum Wegschauen.

Dadurch bestünde die Gefahr, dass Auschwitz zur simplen "Moralkeule" verkomme und seine tatsächliche Bedeutung verliere. Für seine Rede wurde Martin Walser teils heftig kritisiert.

14.12.1998 Martin Walser und Ignatz Bubis legen ihren Streit bei

Weil Martin Walser in seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche von der "Moralkeule Auschwitz" gesprochen hat, bezeichnet Ignatz Bubis ihn als "geistigen Brandstifter".  mehr...

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