25.3.1933 Joseph Goebbels: "Der Rundfunk gehört uns!"

Kurz nach der Machtübernahme durch die Nazis macht Joseph Goebbels klar, was er mit dem Rundfunk vorhat.

Am 25. März 1933 – nur einen Tag nach dem Ermächtigungsgesetz, mit dem Adolf Hitler Deutschland faktisch zur Diktatur gemacht hat – bestellt sein junger Propagandaminister Joseph Goebbels die Intendanten der Reichsrundfunkgesellschaft ein. Er spricht Klartext und droht: Keine andere als die nationalsozialistische Idee dürfe im Rundfunk zu Wort kommen – und wenn, dann nur, um den Unterschied zur eigenen zu verdeutlichen.

Ein halbes Jahr später, am 18. August 1933, erklärt Goebbels auch öffentlich seine Absichten einer sogenannten "Reform" des Deutschen Rundfunks – auf der Berliner Rundfunkausstellung. Beide Reden sind in der Aufnahme enthalten.

Überwachung der Medien

Das von Joseph Goebbels geschaffene "Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda" ermöglichte die Überwachung des gesamten Kulturbereichs, vor allem des Presse- und Rundfunkwesens. Aber auch Film, Theater, Literatur, Musik und Kunst unterlagen der Kontrolle des Reichsministeriums.

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