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Reklame für Blut- und Leberwurst und für Qualitätsbetten. Laut den Angaben des Deutschen Rundfunkarchivs stammen die folgenden zwei Werbespots aus dem Jahr 1920.

Dauer

Der erste Spot wirbt für eine Metzgerei, der zweite für eine Schreinerei oder ein Möbelgeschäft. Das ist zunächst erstaunlich, denn damals gab es noch keinen Rundfunk. Wo hätte diese Reklame also laufen sollen? Hier zunächst die Aufnahme; sie dauert nur eine Minute. Dann folgt eine Erklärung, was es damit auf sich hat.

Transkript der Reklame

Und es kommt stets darauf an, wo man Fleisch- und Wurstwaren kauft: Beim Schlächtermeister Fritz Thiel [?] kaufen Sie alles sauber und delikat. Und mittwochs die mit recht so beliebte frische Blut- und Leberwurst.

Es kauft der Müller wie der Scholz das gute Doppelbett von [Wilk?]-Holz.

Am Tag so drollig, des nachts so mollig.

Werbespots aus der Sammlung Wilhelm Doegen

Laut Eintrag des Deutschen Rundfunkarchivs stammen sie aus der Sammlung Doegen. Wilhelm Doegen war ein Pionier der Schallaufnahme mit dem Phonographen. Von 1920 bis 1931 leitete er die sogenannte Lautabteilung in der Preußischen Staatsbibliothek. Er gab auch Sprechunterricht für Politiker.

Bekannt ist die Nachaufnahme des Kriegsaufrufs von Kaiser Wilhelm II., ebenfalls bei uns im Archivradio zu hören.

Nach Auskunft des Deutschen Rundfunkarchivs handelt es sich bei diesem Werbespot ebenfalls um eine Sprech- bzw. Probeaufnahme. Dafür könnte auch die Wiederholung der Werbetexte sprechen.

Werbeplatten mit solchen Aufnahmen wurden von Händlern an Kunden verschickt. Die Platten waren nicht groß, etwa 10 cm im Durchmesser. Man konnte sie also bequem per Post verschicken.

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