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1934 / 1938 Flugpionier August Euler

August Euler (20.11.1868 - 1.7.1957) erhielt am 1. Februar 1910 als erster Deutscher das internationale Flugzeugführerpatent, ausgestellt vom Deutschen Luftschifferverband. Seit 1908 betrieb er Flughäfen bei Darmstadt und später bei Frankfurt, auf dem er selbst Motorflugzeuge konstruierte, baute und erprobte und zugleich eine Fliegerschule leitete.

Von August Euler gebauter Dreidecker mit Propeller von 1914, als Militärflugzeug konzipiert, schräg von der Seite aufgenommen, auf Flugplatz vor Hangargebäude

Der Euler-Dreidecker von 1914 auf dem Flughafen bei Frankfurt, dem deutschen Militär als Flugzeug angeboten, allerdings ohne Erfolg.

Als Fliegen noch so anders war

Da zu dieser Zeit der Luftraum über einem Grundstück noch seinem Besitzer gehörte, musste man spezielle Genehmigungen haben. Nachdem der Flugschüler Prinz Heinrich von Preußen, Bruder des Kaisers Wilhelm II., bei einem Probeflug so nah an ein Ulanen-Regiment herangeflogen war, dass er einem der Reiter die Waffe mit dem Flügel aus der Hand riss, musste sich Euler einen neuen Flugplatz suchen.

August Euler erzählt in einem anderen Interview, dass zu Beginn der Fliegerei die Menschen beim Anblick eines Flugzeuges teilweise so gerührt waren, dass sie in Tränen ausbrachen. Für die Zukunft sagte er den Siegeszug der "mechanischen Vögel" voraus, der 1908 begonnen habe, und der auch für das Automobil gelte.

Ruhestand im Schwarzwald

Nach seinem Ruhestand im Jahr 1922 ließ Euler sich auf dem Feldberg im Schwarzwald nieder, im sogenannten "Euler-Haus", wo er am 1. Juli 1957 starb. Am Ende des Tons von 1934 singt er ein Lied darüber, dass man ihn gern dort besuchen kommen könne.

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