31.8.2015

Angela Merkels „Wir schaffen das!“ im Kontext

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"Wir schaffen das!" – Auf diesen Satz wird Angela Merkels Pressekonferenz am 31. August 2015 oft reduziert.

Wir schaffen das – eigentlich war es Wolfgang Schäuble, der den Satz am Tag zuvor in der "Bild am Sonntag" fallen ließ. Aber Merkel hat ihn nun mal gesagt, innerhalb einer 15-minütigen Stellungnahme zur damals sich zuspitzenden Flüchtlingssituation an der ungarischen Grenze.

CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Die Laufbahn der Angela Merkel

Ministerin, Generalsekretärin, CDU-Vorsitzende – Kanzlerin. Angela Merkels Weg an die Spitze war keineswegs vorgezeichnet.  mehr...

Flucht und Vertreibung

1946 Elternlose Flüchtlingskinder nach dem Zweiten Weltkrieg

1946 | 1946 berichtet ein Reporter aus einem Kinderheim für elternlose Flüchtlingskinder in Everinghausen bei Bremen. Ein neunjähriges Mädchen erzählt von seiner Flucht aus Ostpreußen.  mehr...

1946 Ansprache an Flüchtlinge in Lager bei Bremen

1946 | Der Vorsitzende des Flüchtlingsausschusses im Kreis Wesermarsch begrüßt die Flüchtlinge und gibt Ratschläge für das Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung.  mehr...

7.6.1947 Ministerpräsidentenkonferenz zur Flüchtlingsnot

7.6.1947 | Auf der Ministerpräsidentenkonferenz 1947 vergleicht der bayerische Staatssekretär für Flüchtlingswesen, Wolfgang Jaenicke, die Situation mit der mittelalterlichen Völkerwanderung.  mehr...

6.10.1949 Hans Lukaschek: der erste "Vertriebenenminister"

6.10.1949 | Hans Lukaschek wird 1949 "Vertriebenenminister". Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt er den Flüchtlingsausgleich zwischen den Bundesländern.  mehr...

2.12.1949 Streit um gerechte Verteilung von Vertriebenen

2.12.1949 | Heimatvertriebene und Flüchtlinge reagieren im Jahr 1949 empört auf eine geplante Umsiedlungsaktion. Denn sie haben auf dem Reinhardshof in Wertheim eine neue Heimat gefunden.  mehr...

1952 - 1959 DDR-Flüchtlinge und Vertriebene im Lager Rastatt

1952 - 1959 | Unwürdige Zustände, beengte Verhältnisse, viele Schlafplätze in einem Raum, Schlägereien unter Flüchtlingen – das alles gab es schon in den 1950er Jahren, als Hunderttausende aus der DDR in den Westen flohen und Millionen ihre Heimat in den ehemals deutschen Ostgebieten verlassen mussten. Im Südwesten kommen viele von ihnen das Flüchtlingslager Rastatt. Es handelt sich um ein ehemaliges Lazarett aus der Zeit der Badischen Revolution im 19. Jahrhundert. In der NS-Zeit wurde das Lazarett zur einer Anstalt für psychisch kranke Menschen – im Volksmund Irrenhaus – umfunktioniert. Dann war es eine Kaserne. Nach dem Krieg, ab 1945 diente es als Lager für Displaced Persons – also vor allem Zwangsarbeiter aus dem Osten, die sich nach Kriegsende in Deutschland aufhielten. Ab 1952 werden Flüchtlinge hier untergebracht. Obwohl es Durchgangslager heißt, bleiben manche über Jahre hier. Wie die folgenden drei Berichte aus den Jahren 1952, 1957 und 1959 zeigen, verschärft sich die Situation zunehmend. Hier also zunächst eine Reportage vom 14. Juli 1952 – die vor allem die Bewohner zu Wort kommen lässt.
Die nächste Reportage, ebenfalls aus dem Lager in Rastatt, spielt 5 Jahre später, am 15.2.1957. inzwischen halten sich 400.000 Flüchtlinge in der Bundesrepublik auf. Angesichts der desolaten Verhältnisse im Lager verbindet der Südwestfunk den Bericht mit einem Spendenaufruf, einem „Flüchtlingsgroschen“.
Weitere zwei Jahre später. Am 28.6.1959 beginnt das von der UNO ausgerufene Weltflüchtlingsjahr. Der Südwestfunk nimmt dies zum Anlass, seinen Reporter Erich Bottlinger Anfang Juli erneut ins Flüchtlingslager nach Rastatt zu schicken. Und der beschränkt sich in dieser Reportage nicht darauf, die Situation der Flüchtlinge darzustellen, sondern diskutiert darüber auch mit dem Lagerleiter und dem Rastatter Pfarrer.  mehr...

5.11.1956 Nach dem Volksaufstand: Ungarn auf der Flucht

November 1956 | Im Oktober 1956 erhebt sich das ungarische Volk für mehr Demokratie und für die Unabhängigkeit Ungarns. Moskau lässt den Volksaufstand niedergeschlagen. Rund 200.000 Ungarn fliehen.  mehr...

4.9.1958 Willy Brandt über Flüchtlinge aus der DDR

4.9.1958 | Tausende Menschen kehren der DDR bis zum Mauerbau den Rücken. Besonders stark ist der Andrang in den Westberliner Flüchtlingslagern. Der Regierende Bürgermeister Willy Brandt nimmt Stellung.  mehr...

7.12.1978 Ankunft vietnamesischer Flüchtlinge in Baden-Württemberg

Im Dezember 1978 kommen die ersten sieben vietnamesischen Flüchtlinge im Alter zwischen 17 und 72 in Baden-Württemberg an. Sie werden am Flughafen in Stuttgart-Echterdingen empfangen.  mehr...

26.7.1982 Die "Cap Anamur" kehrt von ihrer letzten Fahrt zurück

26.7.1982 | Aufgrund politischer Entscheidungen darf die Cap Anamur keine vietnamesischen Flüchtlinge mehr aus Seenot retten. Sie kehrt mit 285 Flüchtlingen an Bord von ihrer letzten Fahrt zurück. Initiator Rupert Neudeck empfindet Bitterkeit.  mehr...

30.8.1983 Suizid des Asylbewerbers Kemal Altun

Der Asylbewerber Kemal Altun stürzt sich 1983 im Berliner Verwaltungsgericht aus dem Fenster - genau an dem Tag, an dem über seine Auslieferung an die Türkei entschieden werden soll  mehr...

1989 DDR-Flucht vor dem Fall der Mauer

1989 flüchten immer mehr DDR-Bürger in den Westen. Zunächst über Ungarn und Österreich. Dann über die Tschechoslowakei. Auch diese Fluchtbewegungen tragen schließlich zum Fall der Mauer bei.  mehr...

September 1991 Drei Monate nach Hoyerswerda: Angela Merkel zu rechter Jugendgewalt

September 1991 | Drei Monate nach den Ausschreitungen von Neonazis in Hoyerswerda: Frauen- und Jugendministerin Angela Merkel stellt zusätzliche Gelder für Jugendarbeit in Ostdeutschland zur Verfügung.  mehr...

23.11.1992 Der Anschlag von Mölln

23.11.1992 | Brandanschlag auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in Mölln. Eine Frau und zwei junge Mädchen kommen ums Leben. Augenzeugen sprechen über die Geschehnisse.  mehr...

26.5.1993 Der Asylkompromiss - Bundestagsdebatte

1993 wird das Grundrecht auf Asyl eingeschränkt. Dafür benötigt die schwarz-gelbe Regierung die Zustimmung der SPD. Die Fraktionsvorsitzenden Schäuble, Klose und Gysi begründen ihre Haltung.  mehr...

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