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"Der innige Zusammenschluss aller Nationen unserer Monarchie durch den festen Willen, dieses uns allen teure alte Vaterhaus gegen die Anschläge unserer Feinde zu schirmen, ist eine der bedeutungsvollsten Erscheinungen des jetzigen katastrophalen Krieges [...]".

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Franz Graf Conrad von Hötzendorf (Generaloberst, Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes): Rede über den unauflöslichen Zusammenhalt aller Völker Österreich-Ungarns in unserer Armee und Flotte als bleibende Frucht des Weltkrieges.

Viele Nationalitäten des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn - Tschechen, Slowenen, Polen, Rumänen, Südslawen - standen den Gegnern des Habsburger Reiches durch Sprache und Kultur sehr nahe. Die Bestrebungen nach Eigenständigkeit werden vom Redner völlig ignoriert.

Franz Graf Conrad von Hötzendorf (1852 - 1925) war seit 1906 Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes. Er galt als Verfechter weitreichender Kriegsziele der k.u.k Monarchie und schlug bereits vor 1914 - vergeblich - Präventivkriege gegen Italien und Serbien vor. Die Konzentration von Truppen an der serbischen Grenze, während russische Armeen auf Galizien zumarschierten war ein strategischer Fehler. Im Mai 1915 konnten die an Russland verlorenen Gebiete zwar zurückerobert werden, aber nur unter großen Verlusten. Seine Offensive gegen Italien 1916 endete mit einem Fehlschlag, die deutsche Heeresleitung übernahm den Oberbefehl an allen Fronten, Hötzendorf wurde 1917 zum Befehlshaber der Trentino-Front degradiert.

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