24.5.1915

Aufruf an die Truppen der österreichischen Südwestfront

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SWR2 Archivradio

Redner ist Franz Freiherr von Rohr. Er erhielt nach der Kriegserklärung Italiens an die Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn den Befehl über die Armeegruppe, die seinen Namen trug.

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Hintergrund: Italien bis 1915 im Dreibund mit Österreich und Deutschland

Italien war seit 1882 mit Deutschland und Österreich im Dreibund vertraglich gebunden, das Bündnis ist de jure 1915 beendet, als Italien auf der Seite der Entente-Mächte England und Frankreich in den Krieg eintritt. Der Vertrag hatte aber schon vor 1915 an Bedeutung verloren, da Italien und Frankreich ihre kolonialen Differenzen in Nordafrika 1902 beigelegt hatten.

Soldaten in Schneemänteln laufen in einer Reihe, schneebedeckte Landschaft an der Seite. (Foto: SZ photo - Scherl)
Österreichisch-ungarische Infanterie in den Karpaten, 1915 SZ photo - Scherl

Königreich Italien strebt Erweiterung des Staatsgebiets an

Die Absicht hinter Italiens Kriegserklärung war die Erweiterung des Staatsgebiets um die Territorien der k.-u.-k.-Monarchie, in denen Italiener lebten (Trentino, Venetien und Friaul). Rom hoffte nach einem erfolgreichen Sieg das "Risorgimento" abschließen zu können, was allerdings erst 1919 im Vertrag von St. Germain nach Ende des Ersten Weltkriegs gelang.

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