1914

Auf der Banke an der Panke (Lied)

STAND
AUTOR/IN

Der Erste Weltkrieg

Eine Aufnahme von 1914 unter dem Titel "Vaterländische Aufnahme der Deutschen Grammophon zum Besten deutscher Krieger und deren Angehörigen". Die Aufzeichnung enthält neben Musik auch militärische Kommandos. Hörbilder waren auf Tonwalzen oder Wachsplatten gespeichert bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstanden.

Abschied eines Weltkriegsteilnehmers von 1914: "Musikalischer Dialog" eines Soldaten mit seiner Freundin. Er glaubt, in Kürze wieder zurück zu sein, weil der Deutsche den anderen Soldaten überlegen ist.

Paar beim Abschied (Foto: SZ Photo -)
Soldat verabschiedet sich von Familie, 1914 SZ Photo -

Komponist des Liedes ist Walter Kollo, Textdichter Hermann Haller und Willi Woitt. Sänger ist der Operntenor Max Kuttner (1883 - 1953), Sängerin die Chansonnière und Kabarettistin Lotte Werkmeister (1885 - 1970). Das Lied wurde auch von der berühmten Diseuse Claire Waldoff interpretiert.

Dieses Hörbild diente zur Einstimmung auf den Krieg. Die Aufnahme enthält neben Musik auch militärische Kommandos. Am Schluss hört man das Regiment singen: "Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus". Damit sollte die Aufbruchsstimmung vermittelt werden.

Deutsche Grammophon Gesellschaft

Die Deutsche Grammophon Gesellschaft wurde am 6. Dezember 1898 von den Deutsch-Amerikanern Emil und Joseph Berliner in Hannover gegründet.  Am 1. Januar 1900 wurde die Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 40 Prozent der Aktien blieben in Hannover bei der Deutschen Grammophon AG, die übrigen Aktien gingen an die Gramophone Company in Hayes, England. Dies führte im Ersten Weltkrieg dazu, dass die Deutsche Grammophon AG und die Grammophon-Spezialhaus GmbH, die sich mehrheitlich in ausländischem Besitz befanden, vom Deutschen Reich beschlagnahmt wurden und die englische Gramophone Company enteignet wurde.

1914 bis 1918 Der Erste Weltkrieg

Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind zahlreiche Tondokumente erhalten.  mehr...

1914 „Die Serben sind alle Verbrecher“ (Lied)

1914 | Auch die Unterhaltungsmusik stand im Ersten Weltkrieg im Zeichen der Propaganda, hier in Form des Liedes „Die Serben sind alle Verbrecher“. Komponist war Walter Kollo – der Vater von Willi Kollo und damit Großvater von René Kollo. Es handelt sich um eine Verballhornung von „Die Männer sind alle Verbrecher“ aus der Operette „Wie einst im Mai“. Der Refrain spricht für sich: „Die Serben sind alle Verbrecher, ihr Land ist ein finsteres Loch. Die anderen sind noch viel frecher, aber Dresche kriegen sie doch.“

Der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Sophie waren am 28. Juni 1914 in Sarajevo vom serbischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet worden. Das Attentat löste die Julikrise aus, die wiederum zum Ersten Weltkrieg führte.  mehr...

1914 / 1915 Die vier Patienten (Lied zum Kriegsbeginn)

1914 / 1915 | Der Vortragende berichtet von einem Traum, in dem er als Arzt vier Patienten ganz besonderer Art behandelt. Komponist und Textdichter sind unbekannt, Sänger ist der Komiker und Sänger Otto Reutter (1870-1931).  mehr...

4.8.1914 Ansprache des Reichstagspräsidenten Kaempf zu Beginn des Krieges

4.8.1914 | Der linksliberale Politiker Johannes Kaempf sah in seiner Rede – wie viele andere deutsche Politiker auch – Deutschland unverschuldet in den Krieg ziehen.  mehr...

6.8.1914 / 10.1.1918 Kaiser Wilhelms Aufruf zum Krieg

Einen Monat nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajevo beginnt der Erste Weltkrieg. Mit der Kriegserklärung von Österreich-Ungarn gegen Serbien war auch Deutschland involviert. Am 6. August 1914 richtet Kaiser Wilhelm einen Aufruf an das deutsche Volk. Wir hören allerdings nicht die Originalrede, denn von der gibt es keine Aufzeichnung. Der Kaiser hat diese Rede aber dreieinhalb Jahre später, also einige Monate vor Kriegsende, nachaufgezeichnet.

Interessant dabei: Es existiert nicht nur die Rede, sondern auch die vorausgegangenen Probeaufnahmen, in denen der Kaiser geübt hat. Im Hintergrund erkennt man die Stimme des Sprachwissenschaftlers Wilhelm Doegen, der den Kaiser bei der Rede unterstützte. So hielt er ihm etwa die Hand in den Rücken, um ihm den richtigen Abstand zum Aufnahmetrichter zu zeigen. Der Kaiser setzt mehrfach an und wird jedesmal energischer. (6.8.1914)  mehr...

8.1914 Auf der Banke an der Panke (Lied)

8.1914: Abschied eines Weltkriegsteilnehmers von 1914: "Musikalischer Dialog" eines Soldaten mit seiner Freundin. Er glaubt, in Kürze wieder zurück zu sein, weil der Deutsche den anderen Soldaten überlegen ist.  mehr...

1914 Genau wie 1870! (Lied zu Beginn des Ersten Weltkrieges)

1914: Umstände und Hintergründe des Ersten Weltkriegs ähneln in diesem Lied sehr dem deutsch-französischen Krieg 1870/71. Schluss des Liedes: "... und das Französchen überjibt sich, / Jenau wie 1870!"  mehr...

5.8.1914 / 1921 Aufruf an die Landsleute in Deutsch-Ostafrika

5.8.1914 / 1921 | Der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, Heinrich Schnee, wendet sich an seine Landsleute. Diese Aufnahme wurde, wie viele andere Reden des Ersten Weltkriegs, nachträglich aufgezeichnet, in diesem Fall im Dezember 1921. „Deutsch-Ostafrika“ bezeichnete die von 1885 bis 1918 bestehende deutsche Kolonie. Sie umfasste die heutigen Länder Tansania, Burundi, Ruanda und einen Teil von Mosambik. Mit dem Krieg hat Deutschland diese Gebiete verloren – Heinrich Albert Schnee war somit auch der letzte Gouverneur von Deutsch-Ostafrika.  mehr...

3.8.1914 Ein Soldat nimmt Abschied von seiner Familie

3.8.1914 Der Soldat heißt Alfons Baffre, er kommt aus Wien. Er muss gleich in der ersten Kriegswoche in den Landsturm einrücken und hinterlässt seinen Angehörigen einen Abschiedsgruß auf einer Wachswalze. Diese ist stark beschädigt, die Aufnahme daher schwer verständlich. Er richtet sich an seine „lieben Kinder“ und sein „liebes Weiberl“. Er bittet seine Frau, auf Gott zu vertrauen und auf ihre Gesundheit zu achten. Alles andere „wird dann recht werden“. (3.8.1914)  mehr...

8.1914 Die graue Felduniform (Lied)

8.1914 Abschied eines Weltkriegsteilnehmers von 1914: "Musikalischer Dialog" eines Soldaten mit seiner Freundin. Er glaubt, in Kürze wieder zurück zu sein, weil der Deutsche den anderen Soldaten überlegen ist.  mehr...

1914/15 ... sagt Deutschland (Lied)

1914 / 1915 Ironische Seitenhiebe auf das teutomanische Großmachtgebahren: Textanfang: "Ich lüge nie, auf Ehrenwort - sagt Russland' / Ich sprech die Wahrheit immerfort - sagt England! / Ich rede wahr und klar und grad - sagt Frankreich! / Ich schweig und rede durch die Tat - sagt Deutschland!!! /  mehr...

1914/1915 "Da hat doch eener dran gedreht" (Lied)

1914/1915 Die Begründung für eine nicht korrekt funktionierende Uhr lässt sich auch auf andere Sachverhalte anwenden: Dollarverfall, Preisentwicklung, Börse und politischer Opportunismus.  mehr...

1914 Eroberung Lüttichs

1914 Die Eroberung der belgischen Stadt Lüttich im August 1914 war der erste größere Angriff der Deutsche Armee im Ersten Weltkrieg. Lüttich wird – damals eine neue Kriegstechnik – vom Zeppelin aus bombardiert. Dieses aufwändige Hörbild inszeniert den Angriff wie eine spielerische Angelegenheit. Tatsächlich sind Tausende in diesen Kämpfen gestorben. Zwischendurch hört man den bekannten Propaganda-Schlachtruf: "Jeder Schuss ein Russ, jeder Stoß ein Franzos, jeder Tritt ein Brit."  mehr...

24.10.1914 Feldgottesdienst im Krieg (Hörbild)

24.10.1914 "Nun danket alle Gott" (Gesang) / Predigt: Gott wird uns in diesem Kriege beschützen, der uns von unseren Feinden aufgezwungen wurde / Festes Vertrauen und Gottes Gerechtigkeit / "Hurra" auf den Obersten Kriegsherren  mehr...

26.9.1914 Im Lager vor Paris (Hörbild)

26.9.1914 Soldatengesang: "Morgenrot"; "Ich bin ein lust'ger Grenadier" / Kriegsgeräusche / Unterhaltung der Soldaten: "Und wieder mit Hindenburg ... Und wir: Jeder Stoß ein Franzos', jeder Schuß ein Russ', jeder Tritt ein Brit'" / Gelächter, Zapfenstreich  mehr...

31.8.1914 Hindenburgs Dankerlass an die Truppen der 8. Armee

8.1914 : Am 31. August 1914 schlägt die 8. Armee bei Tannenberg die russische Armee. Ein siegessicher-gelassen sprechender Oberbefehlshaber Paul von Hindenburg gibt seinen Kämpfern ein paar Tage Urlaub. Nachgesprochen und aufgezeichnet drei Jahre später im Oktober 1917.  mehr...

STAND
AUTOR/IN