Die 1980er

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1980 mischten die Grünen die Parteienlandschaft auf. 1989 fiel die Mauer.

Schwerpunkt

1989 bis 1990 Das Ende der DDR

1989 bis 1990 | Von den Montagsdemonstrationen über die Öffnung der Mauer bis zur Wiedervereinigung.  mehr...

Ereignisse in chronologischer Reihenfolge

12./13.1.1980 Die Gründung der „Grünen”

12./13.1.1980 | 1980 gründeten sich die „Grünen”. Anfangs waren in der Partei auch tief-konservative Politiker vertreten – so wie Herbert Gruhl, der den Gründungsparteitag in Karlsruhe eröffnete.  mehr...

8.12.1980 John Lennon wird ermordet

8.12.1980 | John Lennon, weltbekannt als Sänger und Gitarrist der Beatles, der erfolgreichsten Band der Musikgeschichte, wird vor seinem Haus ermordet. Es ist der Abend des 8. Dezember 1980. USA-Korrespondent Hans-Joachim Kruse schildert die Ereignisse.  mehr...

26.2.1981 Umweltstudie "Global 2000: Der Bericht an den Präsidenten" erscheint auf deutsch

26.2.1981 | Anfang der 1980er erschien ein Buch, das der Umweltbewegung weiter Auftrieb gab: Es hieß „Global 2000: Der Bericht an den Präsidenten“. Das war damals Jimmy Carter. „Global 2000“ war ein dicker grauer Wälzer mit einer sehr düsteren Bestandsaufnahme aller damals bekannten Umweltprobleme. Die Jugendsendung des Süddeutschen Rundfunks SDR3 Point lud am 26.2.1981 Günter Witzsch von der Universität Münster als Experten sowie Jugendliche ins Studio ein, um über dieses Buch zu diskutieren. Moderiert wurde die Sendung damals vom späteren Moskau-Korrespondenten der ARD und Tagesthemenmoderator Thomas Roth. – archivradio.de  mehr...

24.5.1981 Hans Rosenthal spricht über seine "Zwei Leben in Deutschland"

24.5.1981 | Hans Rosenthal (1925 - 1987) war einer der beliebtesten Showmaster Deutschlands. Den Holocaust überlebte er nur knapp in einem Versteck in Berlin. Hier erzählt er seine Geschichte.  mehr...

10.10.1981 Erhard Eppler – Leitfigur der Friedensbewegung

10.10.1981 | Innerhalb der SPD gehörte Erhard Eppler dem linken Flügel an. Im Grunde dem Flügel, der den Ansichten der 1980 gegründeten Partei der Grünen sehr nahestand.  mehr...

26.7.1982 Die "Cap Anamur" kehrt von ihrer letzten Fahrt zurück

26.7.1982 | Aufgrund politischer Entscheidungen darf die Cap Anamur keine vietnamesischen Flüchtlinge mehr aus Seenot retten. Sie kehrt mit 285 Flüchtlingen an Bord von ihrer letzten Fahrt zurück. Initiator Rupert Neudeck empfindet Bitterkeit.  mehr...

12.4.1984 Greenpeace – die "Regenbogenkämpfer"

12.4.1984 | Greenpeace ist bis heute die weltweit bekannteste Umweltorganisation. Sie war zwar nicht die erste, aber diejenige, die am besten wusste, wie man Aufmerksamkeit erregt. Die spektakulärsten Schlachten hat Greenpeace auf dem Meer ausgetragen, wo sich die Aktivisten in den 1980ern mit Schlauchbooten in gefährlichen Manövern den Walfangbooten in den Weg stellen oder, wie hier im Audio, den Schiffen der Firma „Kronos Titan“. Die kippte damals noch regelmäßig giftige verdünnte Schwefelsäure, sogenannte Dünnsäure, ins Meer. Nicht zuletzt zum Ärger der Nordsee-Fischer, die sich damals mit Greenpeace solidarisierten. Reporterin Ursula Barthold berichtet von einer spektakulären Aktion im Februar 1984. Eine Flotte von Fischkuttern protestiert auf der Weser bei Nordenham. | http://swr.li/greenpeace  mehr...

29.4.1984 USA verkünden Entdeckung von Aidsvirus

29.4.1984 | Anfang der 1980er-Jahren kamen aus den USA Nachrichten von einer bis dahin unbekannten, ansteckenden und tödlichen Immunschwächekrankheit: Aids. Die meisten Betroffenen sind homosexuell, was dazu führt, dass die Gefährlichkeit der Krankheit in der breiten Öffentlichkeit zunächst unterschätzt wird.  mehr...

19.11.1984 Chaos Computer Club wird öffentlich bekannt

19.11.1984 | Der Chaos Computer Club ist heute eine anerkannte Nichtregierungsorganisation, die sich für Datensicherheit engagiert. 1984, als der CCC erstmals öffentlich bekannt wurde, war er vielen Menschen suspekt: Leute, die die Daten anderer Leute anzapfen! Das Wort „Hacken“ war damals noch kaum geläufig. Gegründet wurde der Chaos Computer Club schon 1981 in Berlin in den Redaktionsräumen der taz. Aber dann ging es in Hamburg weiter. Öffentlich bekannt wurde der Chaos Computer Club 1984, als er in einer spektakulären Aktion ein Benutzerkonto der Hamburger Sparkasse knackte.  mehr...

Um 1985 Volkspolizei-Schulung: Gesprächsführung bei Ausreisewilligen

Um 1985 | Wie spricht man mit Ausreisewilligen? Wie entlockt man ihnen geschickt Informationen? Das ist Thema eines Vortrags vor Stasi-Mitarbeitern. Wichtig: Gefühle sind erlaubt! – Nach Ausstrahlung der Folge bekamen wir den Hinweis, dass der in der Sendung erwähnte „Oberstleutnant Dr. Fendel“ seinen Vortrag vermutlich nicht im Auftrag der Stasi, sondern auf einer Veranstaltung des Innenministeriums hielt, den die Stasi lediglich für eigene Fortbildungszwecke mitgeschnitten hat. | Institut für Operative Psychologie der DDR  mehr...

8.5.1985 Richard von Weizsäckers Rede zur Erinnerung an den 8. Mai 1945

8.5.1985 | In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag am 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag der Kapitulation bezeichnet Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Kriegsende als einen "Tag der Befreiung". Das war damals eine Sensation, denn so eindeutig wie er hat das kaum ein konservativer Politiker vor ihm formuliert.  mehr...

21.6.1985 Petra Kelly – Aushängeschild der Grünen

21.6.1985 | Petra Kelly war die Ikone der deutschen Friedens- und Anti-Atombewegung. Eine Grüne der ersten Stunde. Gründungsmitglied der Partei, mehrere Jahre Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete bis 1990. Hier ein ausführliches Interview mit ihr aus der SDR-Sendung „Von Zehn bis Zwölf“. Petra Kelly im Gespräch mit Moderator Rüdiger Becker. – archivradio.de  mehr...

5.11.1985 Paul Watzlawick über seine Kommunikationstheorie und das Unglücklichsein

5.11.1985 | Die meisten kennen Paul Watzlawick (25.7.1921 - 31.3.2007) von seinem Bestseller "Anleitung zum Unglücklichsein", er war aber auch ein großer Wissenschaftler, der eine bis heute einschlägige Kommunikationstheorie verfasste, die sich für ein theoretisches Werk sogar recht flüssig liest. Zum anderen hat er wesentlich dazu beigetragen, das systemische Denken nach Deutschland zu bringen. Und übrigens auch den Begriff "Kommunikation" selbst, der bei Erscheinen seines Buches Ende der 1960er-Jahre in der deutschen Sprache noch ziemlich unbekannt war. 1985 tritt Watzlawick bei einem Seminar im Stuttgarter Hospitalhof auf. Anschließend gibt er Hildegard Lüning vom Süddeutschen Rundfunk ein Interview, in dem sie auch Auszüge aus seinem Vortrag anspricht. Denn Watzlawick ist nicht zuletzt deshalb so populär, weil er seine Botschaften in prägnante Geschichten packen konnte. | http://swr.li/paul-watzlawick  mehr...

19.11.1985 Erhard Eppler – Öko-Vordenker in der SPD

19.11.1985 | Der SPD-Politiker Erhard Eppler wollte eigentlich die Gründung der Grünen verhindern und versuchte deshalb, die Themen der Grünen, vor allem Frieden und Umweltschutz mit seiner eigenen Partei, der SPD stark zu besetzen. Damit konnte er sich aber in der entscheidenden Zeit, Ende der 1970er, Anfang der 80er Jahre nicht durchsetzen. Dennoch blieb Erhard Eppler ein friedensbewegter und ökologischer Vordenker seiner Partei. Hier ein Vortrag Epplers vom 29. November 1985. Titel: Ökologie – Einsichten und Durchsetzung. Der einzig mögliche Schlüssel zum Umweltschutz sei: Einerseits ein Bewusstseinswandel, zum anderen strukturelle Veränderungen in Gesellschaft und Politik. Ökologie müsse gegen bestehende Machtinteressen durchgesetzt werden.
Eppler hielt den Vortrag vor überwiegend studentischem Publikum auf Einladung des Instituts für Landschaftsplanung und des Initiativkreises Ökologie der beiden Stuttgarter Universitäten.  mehr...

28.1.1986 Die Raumfähre "Challenger" explodiert

1986: Die Raumfähre explodiert kurz nach dem Start. Die sieben Astronauten an Bord sterben. Keine "Sternstunde der Wissenschaft", sondern eine Katastrophe der Raumfahrt.  mehr...

11.2.1986 Richard Feynman findet die Erklärung für die Challenger-Katastrophe

Nobelpreisträger Richard Feynman liefert in der Untersuchungskommission eine einfache Erklärung für die Katastrophe: Die Dichtungsringe wurden bei Kälte spröde und versagten.  mehr...

28.4.1986 Das Reaktorunglück in Tschernobyl wird bekannt

28.4.1986 | Am 26. April 1986 explodierte um 1.24 Uhr Ortszeit einer der vier Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe dem Ort Prypjat in der Ukraine. Bei der Explosion wurden radioaktive Stoffe rund 1.200 Meter hoch in die Luft geschleudert. Drei großen Wolken verteilten die radioaktiven Partikel in den darauffolgenden Tagen über Europa. Die Öffentlichkeit war bis zum Abend des 28. April 1986 ahnungslos.  mehr...

29.4.1986 Erste internationale Reaktionen auf den Reaktorunfall in Tschernobyl

29.4.1986 | Nach Bekanntwerden des Reaktorunfalls in Tschernobyl war das Informationsbedürfnis der westlichen Staaten groß. Das Korrespondentennetzwerk der ARD lieferte Informationen aus allen von der Radioaktivität betroffenen Ländern.  mehr...

6.5.1986 Was darf man nach Tschernobyl noch essen? Live-Sendung aus Schifferstadt

6.5.1986 | In den zwei Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war die Verunsicherung groß. Was kann die Giftwolke anrichten? Es wurde davor gewarnt, bei Regen rauszugehen oder Kinder im Sandkasten spielen zu lassen. Auch Salat und Blattgemüse sollten lieber nicht gegessen werden. Und dann war ja gerade Spargelzeit – darf der Spargel geerntet und verkauftet werden? Am 6. Mai 1986 brachte der Südwestfunk eine Live-Sendung aus Schifferstadt, in der Hörerinnen und Hörer ihre Fragen stellen konnten.  mehr...

14.5.1986 Bundestagsdebatte zu Tschernobyl und Atomkraft

14.5.1986 | Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist am 14. Mai 1986 Thema im Bundestag. Die Debatte ist für 2 Stunden angesetzt und dauert mehr als doppelt so lang. Sie zeigt, welche Zäsur das Ereignis bedeutete. Auf der einen Seite Union und FDP, die sich durch Tschernobyl nicht davon abbringen ließen zu beteuern, dass in Deutschland die sichersten Atomkraftwerke der Welt stehen und sich auch sonst Umweltprobleme am besten mit Technik lösen lassen – Helmut Kohl spricht gar von umweltfreundlichen Autos. Er meint die mit Katalysatoren. Auf der anderen Seite die Grünen, die sich durch Tschernobyl in ihrer Anti-Atom-Haltung bestätigt sehen, und die SPD, die, wie die Rede des damals noch jungen Gerhard Schröder zeigt, nun auch auf diesen Kurs einschwenkt. | Helmut Kohl: 01:22  mehr...

14.5.1986 Stellungnahme von Gorbatschow nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl

14.5.1986 | In der ersten öffentlichen Stellungnahme der Sowjetunion nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl reagierte Michail Gorbatschow auf die Kritik des Westens. Er forderte zur internationale Zusammenarbeit in Kernenergiefragen auf.  mehr...

18./19.5.1986 Demonstration gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf

18./19.5.1986 | An Pfingsten 1986 demonstrieren Zehntausende gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Der Rundfunkjournalist Ulrich Böken war mit dem Mikrofon vor Ort. Sein Rohmaterial zeichnet ein Stimmungsbild der Demonstranten im Taxöldener Forst.  mehr...

4.6.1986 Erster Bundesumweltminister: Walter Wallmann vor Amtsantritt im Interview

4.6.1986 | Infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl in der Sowjetunion schuf die Bundesregierung eine neue Behörde: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Erster Bundesumweltminister wurde Walter Wallmann (1932 - 2013) von der CDU. Ein Interview im Hessischen Rundfunk vom 4. Juni 1986.  mehr...

19.10.1986 / 1995 Blick hinter die Kulissen des Verkehrswarnfunks

19.10.1986 / 1995 | Hören Sie zum Thema Verkehrsfunk im Archivradio zunächst ein Interview mit dem Erfinder des Verkehrsfunk-Signals, Werner Hinz, aus dem Jahr 1995. Er erklärt, wie der Verkehrsfunk entstanden ist.
Darauf folgt ein Gespräch mit dem Leiter der Redaktion "Auto und Verkehr", Hermann Orgeldinger und dem Leiter des Lagezentrums im Landespolizeipräsidium Karl Tränkle vom 19.10.1986. Sie geben einen akustischen Einblick hinter die Kulissen des Verkehrswarnfunks.  mehr...

12.12.1986 Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter: Umgang mit der Angst nach Tschernobyl

Am 12.12.1986 gab der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter ein Interview im NDR. Er sprach über den Umgang mit der Angst nach der Reaktorkatastrophe. Er warnte vor dem Glauben, alle Gefahren mit dem Fortschritt der Technik beherrschen zu können.  mehr...

12.5.1987 Einreiseverbot für HIV-Infizierte – für einen Tag

12.5.1987 | Differenzen um die richtige Aids-Politik treten am 12. Mai 1987 offen zutage, als Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann CSU den Zollbehörden schreibt, sie sollen Aids-Infizierte an der Grenze abweisen. Der Erlass sorgt für Verwirrung und erhebliche Irritationen. Bundesgesundheitsministerin Rita Süssmuth nimmt Stellung dazu.  mehr...

12.6. 1987 Ronald Reagan in West-Berlin: "Mr. Gorbatschow, tear down this wall!"

12.6.1987 | US-Präsident Ronald Reagan ist zum Staatsbesuch in der Bundesrepublik. Er besucht West-Berlin und hält vor dem Brandenburger Tor eine Rede. Am Ende fordert er den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbartschow auf, die Mauer abzureißen. Die Rede wird simultan übersetzt.  mehr...

9.8.1987 Franz Josef Strauß: "Rechts von der CSU ..."

9.8.1987 | Keine absolute Mehrheit mehr in Bayern – CSU-Übervater Franz Josef Strauß wäre enttäuscht – auch darüber, dass es entgegen seinem Mantra nun doch eine Partei rechts von der CSU gibt. Der vielzitierte Strauß-Satz stammt aus der Zeit, als mit den sogenannten Republikanern in den 1980er-Jahren eine rechtsnationale Partei im Aufwind war. Hier hören wir den Satz im Original-Kontext vom 9. August 1987.  mehr...

Und dann ...

Die 1990er Jahre

Deutschland ist wiedervereinigt und orientiert sich neu - auch international.  mehr...

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