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100 Jahre Vertrag von Trianon – Ungarns ewiges Trauma

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Täglich um 17 Uhr gedenkt die ungarische Stadt Esztergom per Lautsprecher musikalisch des Vertrags von Trianon, aus ungarischer Sicht ein Debakel. Denn der Vertrag besiegelte am 4. Juni 1920 als Teil der Versailler Friedensverträge die Aufteilung Ungarns. Das Land verlor zwei Drittel seines Territoriums und entwickelte ein "Trianon-Trauma". In der Slowakei, in Rumänien und in Österreich gibt es dadurch bis heute starke ungarische Minderheiten. Und extreme Nationalisten nutzen das Schlagwort Trianon bis heute für tagespolitische Zwecke: ein Friedensvertrag als Zankapfel.

Versailler Vertrag

Aula Der deutsche Makel – Der Vertrag von Versailles und die Folgen

Der Makel der Alleinschuld am Ersten Weltkrieg vergiftete die politische Atmosphäre der jungen deutschen Republik und war ein wesentlicher Grund für den Aufstieg des Nationalsozialismus.  mehr...

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Diskussion Das Scheitern von Versailles: Warum das Jahr 1919 der Welt keinen Frieden brachte

Warum das Jahr 1919 der Welt keinen Frieden brachte  mehr...

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Porträt Der Politiker Matthias Erzberger – Märtyrer der Weimarer Republik

"Die Kugel, die mich treffen soll, ist schon gegossen" vertraut Matthias Erzberger seiner Tochter 1920 an. Ein Jahr später wird der Schwabe – eine ebenso begabte wie tragische Symbolfigur der Weimarer Republik – von Rechtsextremen erschossen.  mehr...

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Archivradio

7.5.1919 Friedensverhandlungen von Versailles

Deutschland habe den Krieg verloren und schwere Verbrechen begangen, trage jedoch nicht die alleinige Schuld am Krieg. So argumentiert der Diplomat Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau, der Deutschland bei den Friedensverhandlungen in Versailles vertritt. Allerdings kann er wenig erreichen. Der Vertrag stellt die alleinige Schuld Deutschlands fest und verpflichtet es zu Gebietsabtretungen und umfangreichen Reparationszahlungen. An jenem Tag weigert sich die deutsche Seite zu unterschreiben. Dies geschieht erst am 28. Juni, als die Siegermächte eine Militärinvasion androhen. Die Rede hat Brockdorff-Rantzau 1920 nachaufgenommen.  mehr...

23.6.1919 Versailler Vertrag: Reichskanzler Bauer erklärt Zustimmung

23.6.1919 | Reichskanzler Gustav Bauer sieht keine Alternative, als den Vertrag von Versailles zu unterzeichnen. Er wollte erreichen, dass die Anerkennung der deutschen Kriegsschuld aus dem Dokument gestrichen wird – ohne Erfolg. Davon handelt Bauers Rede vor der Nationalversammlung am 23. Juni 1919. "Wir sind wehrlos. Wehrlos ist aber nicht ehrlos."  mehr...

Ungarn

Bildung Die "Soros-Universität" im Exil – Von Budapest nach Wien

George Soros gilt der ungarischen Regierung als Staatsfeind Nr. 1. Per Gesetz verwies sie die von ihm finanzierte Privatuniversität außer Landes – ein europäischer Präzedenzfall.  mehr...

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