Die Schwäbische Alb

Dauer

Ein Film von Dirk Neumann

Was haben Millionen Jahre alte Meerestiere damit zu tun, dass die Schwaben so gerne Linsen mit Spätzle essen? Wir begeben uns auf eine packende Spurensuche auf der Schwäbischen Alb und gehen der Frage nach, wie der Boden unter unseren Füßen das Leben in der Region über Jahrtausende geprägt hat.

Die markanten Kalkfelsen der Schwäbischen Alb sind ein Produkt des Meeres. Vor 200 Millionen Jahren wimmelte es zwischen Tuttlingen und Ulm nur so von Muscheln, Korallen und anderen Meeresbewohnern. Auf deren Kalkskeletten nisten heute Uhus, stehen Burgen und Klöster oder erkunden Höhlenforscher die Tiefen des schwäbischen Mittelgebirges. Wo heute Schafe auf Wacholderheiden grasen, gingen die ersten Älbler vor 40.000 Jahren auf Mammutjagd. In Steinbrüchen kommen gut erhaltene Fossilien von Ammoniten, Ichthyosauriern und anderen Zeugen der Urzeit zum Vorschein.

Sogar der Zement für moderne Großbauprojekte wie "Stuttgart 21" stammt aus dem Jura. Erstaunlich, aber wahr: Die geologische Vergangenheit hatte einen direkten Einfluss auf die Geschichte der Alb-Region! Dem Kalk haben wir einmalige Funde aus der Steinzeit genau so zu verdanken, wie die moderne Textilindustrie und sogar das schwäbische Nationalgericht Linsen mit Spätzle.

Sven Plöger und Lena Ganschow treffen Menschen mit einem besonderen Bezug zur Region, die durch ihre Geschichten die Geschichte des Südwestens in neuem Licht erscheinen lassen. In packenden Bildern zeigt dieser Film wie faszinierend unsere Heimat tatsächlich ist.

Die aufwändig gedrehte SWR-Dokumentation "Spuren im Stein" zeigt die Schwäbische Alb und ihre Bewohner mit Hilfe von Luftaufnahmen, Zeitlupen, Zeitraffern, Spielszenen und Computer-Animationen aus neuen, ungewöhnlichen Blickwinkeln.

Autor und Regisseur Dirk Neumann ist es dadurch gelungen, die Bezüge zwischen Gegenwart, Historie und Erdgeschichte mitreißend und anschaulich darzustellen.

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