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Lord Stephen Green über die Bedeutung der GroKo für die EU Merkel IV: Worum es jetzt in Europa geht

Interview am 14.3.2018 mit Stephen Green, ehem. UK-Handelsminister

Nach der Vereidigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem vierten Kabinett wird in Deutschland wieder regiert. Er sei sehr erleichtert, sagt Lord Stephen Green, ehemaliger britischer Handelsminister. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich sei wichtig, um den Brexit zu regeln und Italien zu unterstützen.

Erleichterung über die neue deutsche Regierung

Stephan Green war Banker, Handelsminister des Vereinigten Königreichs unter Premier David Cameron und ist Mitglied des britischen Oberhauses. Es sei eine Erleichterung, dass Deutschland eine neue Regierung habe, bilanziert Green im SWR2-Interview. Die Verhandlungen hätten sehr lange gedauert.

Keine "ungesunde demokratische Entwicklung"

Allerdings, so der britische Politiker, kümmere es ihn gar nicht, "dass das so lange gedauert hat - im Vergleich mit anderen EU-Ländern zum Beispiel ist es relativ kurz". Es sei daher auch kein Zeichen für eine "ungesunde demokratische Lage", ist der ehemalige Handelsminister überzeugt.

Hoffnung auf Kooperation von Merkel und Macron

Mit einer Regierung von Angela Merkel würden die Briten immer noch Hoffnungen verbinden, so Green. Das Neue sei dabei "nicht die deutsche Situation, sondern die französische - dass wir uns jetzt auf eine bessere Kooperation zwischen Macron und Merkel verlassen könnten, das ist aus britischer Perspektive, aber auch aus europäischer Perspektive, eine gute Nachricht".

Zentrale Probleme: der Brexit und Italien

Die Brexit-Frage sei nach wie vor ungelöst und damit gefährlich, mahnt Stephen Green. "Das zweite Problem - und vielleicht diskutieren wir dieses Problem nicht genügend - ist das von Italien." Ein harter Brexit, so Green, könne sich für Großbritannien, aber auch für die EU und Irland, zu einer Katastrophe entwickeln. "Das müssen wir um jeden Preis vermeiden."


Von Stephen Green sind erschienen: "Dear Germany. Liebeserklärung an ein Land mit Vergangenheit" von 2017, sowie "Reluctant Meister. How Germany's Past is Shaping its European Future", 2014.

Im Programm

Johan Joachim Agrell:
Sinfonia Es-Dur
Helsinki Baroque Orchestra
Leitung: Aapo Häkkinen
Ludwig van Beethoven:
Polonaise C-Dur op. 89
Mikhail Pletnev (Klavier)
Jean Sibelius:
Impromptu
Ostbottnisches Kammerorchester
Leitung: Juha Kangas
Antonio Bertali:
Sonata à 13
Musica Fiata
Friedrich Seitz:
Violinkonzert Nr. 2 op. 13
Itzhak Perlman (Violine)
Juilliard Orchestra
Leitung: Lawrence Foster
Johann Adolf Hasse:
Sinfonia D-Dur op. 3 Nr. 3
Musica Antiqua Köln
Leitung: Reinhard Goebel
Fritz Kreisler:
Sicilienne et rigaudon im Stile von Francoeur
Isaac Stern (Violine)
Franz Liszt Chamber Orchestra
Leitung: János Rolla

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