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Kaiserslautern Erna de Vries: Freiwillig ins Vernichtungslager

Stolperstein in der Friedenstraße 30

Diese schwere Entscheidung hat Erna de Vries, geborene Korn, für sich getroffen. Sie wollte ihre jüdische Mutter nicht im Stich lassen, ging deswegen mit ihr ins KZ Auschwitz. In letzter Minute entkommt sie der Gaskammer. Sie wird – weil sie "Mischling" ist – ins KZ Ravensbrück verlegt und kurz vor Kriegsende von den Alliierten befreit. Ihre Mutter kommt in Auschwitz um – wie, weiß Erna de Vries bis heute nicht.

Foto von Erna de Vries

Erna de Vries bei einem Besuch in Kaiserslautern 2015


Kurzbiografie:

Erna de Vries (21.10.1923) wächst als Halbjüdin und Halbwaise in Kaiserslautern auf. Als ihre Mutter ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert wird, geht Erna freiwillig mit. Die 19-Jährige will ihre Mutter nicht allein lassen. In letzter Minute entkommt sie dort der Gaskammer, denn sie ist "Mischling", wird ins KZ Ravensbrück verlegt. Kurz vor Kriegsende wird sie von den Alliierten befreit. Ihre Mutter sieht sie nie wieder, sie stirbt in Auschwitz.

Hausfassade

Hier wohnte Erna de Vries in Kaiserslautern


Buchtipp:


de Vries, Erna: Der Auftrag meiner Mutter. Eine Überlebende der Shoah erzählt. Von Erna de Vries, Metropol-Verlag 2011.


Weitere Informationen und ein bewegender Film zu Erna de Vries auf: www.projektzeitlupe.de

ein Monument vor einem großen Gebäude

Der Synagogenplatz in Kaiserslautern


Aufnahme einer Inschrift auf einem Gedenkstein

Jeannette Korn, die Mutter von Erna de Vries, in einer Inschrift am Synagogenplatz in Kaiserslautern.