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Freiburg Erika Sinauer: Eine starke Frau - bis zuletzt

Stolperstein in der Erbprinzenstraße 8

Sie war gebildet, galt als hochbegabt, war pflichtbewusst, hilfsbereit und voller Humor. Zeitgenossen erinnerten sich an ihr bezwingendes Lachen.

Die Aufnahme zeigt Erika Sinauer von der Seite, leicht schmunzelnd

Porträt von Erika Sinauer in der Bibiothek des Rechtshistorischen Instituts der Freiburger Universität.

Kurzbiografie:


Erika Sinauer, Jahrgang 1896, war die Tochter des hoch angesehenen jüdischen Rechtsgelehrten Moritz Sinauer. Nach dem Tod des Vaters 1930 übernahm sie dessen Freiburger Rechtsanwaltskanzlei.

Gleichzeitig betrieb sie rechtsgeschichtliche Studien an der Freiburger Universität, vermutlich stand sie kurz vor ihrer Habilitation, als ihr 1933 die Anwaltszulassung entzogen wurde. Versuche, ihr eine Beschäftigung im Ausland zu verschaffen, scheiterten.

Am 22. Oktober 1940 wurde sie in das Internierungslager Gurs in den französischen Pyrenäen verschleppt.

Brief von Erika Sinauer an ihre Mutter

Ein Weihnachtsgruß an die Mutter aus Gurs

Für einige Zeit konnte sie das Lager verlassen, wurde jedoch 1942 von der Gestapo in Frankreich verhaftet und wahrscheinlich noch am Tag ihrer Ankunft in Auschwitz ermordet.

Die Fassade des Wohnhauses, in dem Erika Sinauer gewohnt hatte

Hier wohnte Erika Sinauer