Bitte warten...

Koblenz Anneliese Hoevel: "Ich bin gesund und doch soll ich sterben?"

Stolperstein in der Trierer Straße 97

Anneliese Hoevel hätte ein angenehmes Leben an der Seite ihres Mannes haben können, der Manager in der Autoindustrie war. Aber sie wollte bessere Arbeitsbedingungen für alle, wurde Mitglied der KPD und leistete Widerstand, bis sie 1942 zusammen mit ihrem Mann André Hoevel hingerichtet wurde.

Kurzbiografie:

Anneliese Hoevel (*3. 10. 1898 in Köln) arbeitete gemeinsam mit ihrem Mann André für die verbotene KPD.

Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" wurde sie 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. In der Begründung wird sie als "gefährliche und hartnäckige Förderin der illegalen Bestrebungen der KPD" bezeichnet.

1939 zog sie mit ihrem Mann nach Koblenz und setzte dort mit Gleichgesinnten den Widerstand fort. Unter anderem hörten sie verbotene Auslandssender wie Radio Moskau. 1941 wurde die Gruppe entdeckt.

Im Juni 1942 wurden Anneliese und André Hoevel vom Oberlandesgericht Kassel wegen "Hochverrats und Rundfunkverbrechens" zum Tode verurteilt. Am 28. August 1942 wurden sie in Frankfurt hingerichtet.

Anneliese Hoevel (geb. Fiedler) mit ihren Eltern

Anneliese Hoevel und ihre Eltern

In Koblenz erinnert die Hoevelstraße an das Ehepaar.

Weitere Informationen zu Stolpersteinen in Koblenz finden Sie hier: www.mahnmal-koblenz.de