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Karl-Sczuka-Preis 2019 Radiokunst-Preis an Ulrike Janssen und Marc Matter

Der Karl-Sczuka-Preis 2019 geht an Ulrike Janssen und Marc Matter für das Hörspiel „Meerschallschwamm und Schweigefang“.

Die Autorenproduktion für Deutschlandfunk Kultur rekonstruiert in Form eines Audioguides mythologische Apparate zur Tonaufzeichnung – wie den Meerschall-Schwamm oder den Schweigefang.

Marc Matter und Ulrike Janssen

Marc Matter und Ulrike Janssen

2011 wurde Ulrike Janssen bereits für ihr Stück „vogelherdrecherche“ mit dem Förderpreis ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Marc Matter als Mitglied der Künstlergruppe „Institut fuer Feinmotorik“ den Karl-Sczuka-Preis. Und gemeinsam mit Dagmara Kraus für „Entstehung. Dunkel.“ im Jahr 2015 den Förderpreis. SWR2 sendete von ihm zuletzt die O-Ton-Collage „Nachrichtentstellt“.

5:07 min

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Karl-Sczuka-Preis 2019

Ein wunderbarer Zungenbrecher - Interview mit der Juryvorsitzenden Christina Weiss

Tauch | Weiss

Das Preisträgerstück "Meerschallschwamm und Schweigefang" von Ulrike Jenssen und Marc Matter führt in einer phantasievoll-fragmentierten Sprache durch ein imaginäres Museum von Apparaten zur Schallaufzeichnung. Die Vorsitzende Christina Weiss beschreibt, wie das Stück die Jury überzeugen konnte.

Den Förderpreis erhalten Jiří Adámek und Ladislav Źelezný für ihr Hörstück „Hra na uši / The Ears Game“. Eine Produktion des Tschechischen Rundfunks Český rozhlas aus dem Jahre 2018.

Die Jurybegründung

Meerschwamm

Der „Meerschallschwamm“ kann angeblich Klänge speichern.

Der Karl-Sczuka-Preis des Jahres 2019 geht an Ulrike Janssen und Marc Matter für ihr mitreißendes Hörstück „Meerschallschwamm und Schweigefang“.

Mit subtilem Humor entwirft diese spielerische Sprachkomposition eine Führung durch ein imaginäres Museum kurioser Apparaturen zur Schallaufzeichnung und Klangwandlung.

In poetisch fragmentierter Phantasiesprache stellt uns ein Audioguide Instrumente wie den Auralisator, den Sprachklangemulgator und den Schallfrierapparat vor.

Tonbeispiele aus dem akustischen Eigenleben der Ausstellungsstücke treiben das absurde Spiel mit Wort und Geräusch auf die Spitze.

74 Wettbewerbsbeiträge aus 17 Ländern

Der international renommierte Karl-Sczuka-Preis wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 74 Wettbewerbsbeiträge aus 17 Ländern eingereicht.

Über die Preisträger hat am Donnerstag, 11. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury unter Vorsitz der ehemaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss entschieden. Weitere Jurymitglieder waren Marcel Beyer, Julia Cloot, Michael Grote und Helmut Oehring.

Die Preisverleihung erfolgt am 20. Oktober 2019 während der Donaueschinger Musiktage.

Der Karl-Sczuka-Preis

Der Karl-Sczuka-Preis ist nach dem Hauskomponisten der SWF-Gründerjahre benannt und wurde erstmals 1955 vergeben.

Seit 1972 wird er bei den Donaueschinger Musiktagen verliehen und ist seitdem zur international wichtigsten Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst geworden.

Ausgezeichnet werden soll seit 1972 laut Satzung die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“.

Mauricio Kagel, Luc Ferrari, Gerhard Rühm, John Cage, Heiner Goebbels, Friederike Mayröcker, Pierre Henry, Oswald Egger, Christina Kubisch oder Olaf Nicolai waren im Laufe der Jahre Preisträger, die nach Donaueschingen kamen.

Der Karl-Szuka-Preis besteht aus einem Hauptpreis, der mit 12.500 Euro dotiert ist sowie aus einem Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro.




Die Satzung, die alle Einreichungsbedingungen benennt, liegt in deutscher, englischer und französischer Sprache vor.


Sekretariat des Karl-Sczuka-Preises

Südwestrundfunk
76522 Baden-Baden
Telefon:
49-(0)7221-929-22282
Telefax:
49-(0)7221-929-22072
zum Mailformular

Leitung: Ekkehard Skoruppa

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