SWR2 Wissen: Aula Starke Märkte, schwacher Staat (2/2)

Warum der Kapitalismus die Demokratie bedroht

Von Wolfgang Streeck

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Die Finanz-, Fiskal- und Wirtschaftskrise ist ein Resultat eines langen Umbaus des Sozialstaates in eine neoliberale Demokratie, die immer mehr Macht und Verantwortung an die Märkte abgegeben hat, an das starke Kapital. Aus der neuen Spannung zwischen Kapitalismus und Demokratie, zwischen den Kapitalinteressen und den Interessen der Bürger, Politiker und Staaten entstehen neue Konflikte und Krisen, die das demokratische System bedrohen. Professor Wolfgang Streeck, Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln, beschreibt in zwei Teilen Ursachen dieser Entwicklung und zeigt Auswege.

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Streeck ist Soziologe und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung Köln. Er beschäftigt sich in seiner Forschung mit Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft und Politik, vorrangig mit Auswirkungen und Problemen des Kapitalismus. Seit 2012 fungiert er als Research Council des European University Institute (EUI) und ist Mitglied im International Advisory Board am Sheffield Political Economy Research Institute der University of Sheffield. Im Jahr 2016 wurde er zum Corresponding Fellow (auswärtigen Mitglied) der British Academy gewählt.

Internetseite: https://wolfgangstreeck.com

Bücher (Auswahl):
- How Will Capitalism End?: Essays on a Failing System. Verso Books, Brooklyn 2016
- Gekaufte Zeit: Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus. Suhrkamp, Berlin 2013

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