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SENDETERMIN So, 6.7.2014 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen: Aula Synapsenstärkung im neuronalen Dschungel

Lernen und Hirnforschung

Von Martin Korte

Gehirn

Eine plastische Nachbildung eines menschlichen Schädels

Die Hirnforschung steht eigentlich noch ganz am Anfang: Sie weiß zwar, wie viele Hirnareale funktionieren, welche für das Lernen, also für das Aufnehmen und Verknüpfen neuer Informationen zuständig sind und welche nicht. Aber viele dieser Erkenntnisse lassen sich nicht eins zu eins auf den schulischen Unterricht übertragen, dazu sind sie zu allgemein. Dennoch kann die moderne Hirnforschung zeigen, unter welchen Bedingungen unser Gehirn optimal lernt, wann etwa unser Gedächtnis besonders aufnahmefähig ist oder unser Aufmerksamkeitsapparat zusammenbricht. Der Neurobiologe Professor Martin Korte von der TU Braunschweig zeigt, was die aktuelle Neurowissenschaft über Lernprozesse im Gehirn aussagen kann.

* Martin Korte studierte Biologie in Münster und Tübingen. Er habilitierte sich im Fach Zoologie an der LMU München und lehrte an der TU Braunschweig. 2007 übernahm er dort eine Professor für Zelluläre Neurobiologie. Außerdem leitet er das Institut für Zoologie. Seine Forschungsinteressen liegen auf den zellulären Grundlagen von Lernen und Gedächtnis. Hierbei interessieren ihn insbesondere die Neurotrophine und ihre Rezeptoren sowie die synaptische Plastizität im Hippocampus.

Bücher (Auswahl):
– Jung im Kopf. Erstaunliche Einsichten der Gehirnforschung in das Älterwerden. DVA. 2012.
– Wie Kinder heute lernen. Was die Wissenschaft über das kindliche Gehirn weiß. Goldmann-Verlag. 2. Aufl., 2011.

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