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Neuronen

SENDETERMIN Do, 5.3.2015 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen Neurodämmerung

Wohin steuert die Hirnforschung?

Von Martin Hubert

Mit großen Hoffnungen und Versprechen begann vor über 20 Jahren der Boom der Neurowissenschaften. Hirnforscher wollten mit neuen Methoden das Rätsel des menschlichen Geistes lösen, kriminelles Verhalten erklären und Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Schizophrenie aufklären. Das Gehirn schien der Schlüssel zu sein, um den Menschen insgesamt zu verstehen. Mittlerweile ist bei einigen Neurowissenschaftlern Ernüchterung eingetreten, und sie gehen auf kritische Distanz zu ihrer Disziplin. Der menschliche Geist scheint viel zu komplex zu sein, um ihn mit Datensammlungen nervlicher Prozesse zu erfassen. Kritische Hirnforscher betonen, dass sich menschliche Gehirne individuell unterscheiden und in sozialen und kulturellen Kontexten entwickeln. Diese Aspekte müssten in der Forschung stärker berücksichtigt werden. Zeichnet sich eine Trendwende in den Neurowissenschaften ab?

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