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Justitia

SENDETERMIN Do, 4.6.2015 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen: Aula Über Tugenden und Laster (2/3)

Jenseits von Gut und Böse

Von Wilhelm Vossenkuhl

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Nietzsche hat die moralisierende Verachtung der Laster durch das Christentum als Sklavenmoral verabscheut. Er hat die Trennschärfe zwischen Gut und Böse infrage gestellt und behauptet, dass das eine mit dem anderen nolens volens verquickt sei, ja dass das, was für gut gehalten werde, auch schlecht sei und umgekehrt. Selbst wenn man sich diesem Versuch der Umwertung aller Werte nicht anschließen will, ist es doch offensichtlich, dass es eine Art Kovarianz von Tugend und Laster gibt. In einer durch und durch ungerechten Welt sind selbst die Forderungen nach Gerechtigkeit sehr viel bescheidener als in einer gerechten. Wilhelm Vossenkuhl, Professor für Philosophie, beschreibt im zweiten Teil dieses für die Moderne spezifische Problem.
(Teil 3, Sonntag, 7. Juni, 8.30 Uhr)

Wilhelm Vossenkuhl, geboren 1945, studierte Philosophie, Neuere Geschichte und Politikwissenschaft in München. 1972 Promotion zum Dr. phil. an der Universität München;1980 Habilitation. Von 1993 bis 2011 hatte Vossenkuhl den Lehrstuhl für Philosophie 1 an der LMU in München inne. Schwerpunkte: Praktische Philosophie und Handlungstheorie, Grundlagen der Ethik, Philosophie der Sozialwissenschaften, Theorie der Rationalität. Er ist heute emeritiert. 

Bücher (Auswahl):
- Die Großen Denker: Philosophie im Dialog. Zus. mit Harald Lesch. Komplett-Media. 2011.
- Philosophie Basics. Piper. 2011.
- Die Möglichkeit des Guten: Ethik im 21. Jahrhundert. CH Beck. 2006. 

Internetseite:
www.wilhelm-vossenkuhl.de


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