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Thomas Scheibel

SENDETERMIN So, 31.3.2019 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen: Aula Herz aus Spinnenseide

Medizinischer Fortschritt am Faden

Gespräch mit Thomas Scheibel

Die Aula auf einen Blick:


Wie produziert man Spinnenseide ohne Spinne?

Den Forschern ist ein Coup  gelungen: Sie haben ein Darmbakterium so umprogrammiert, dass es fleißig Spinnenseidenmoleküle baut. Diese Moleküle kann man dann wieder in Fasern verwandeln. 

Moleküle wie Spaghetti

Die Seidenmoleküle sind so ähnlich wie Spaghetti, man kann sie nach Belieben formen. Man kann ihnen sagen: Legt euch mal alle schön nebeneinander auf eine Oberfläche oder formt einen kleinen Ball. Die Forscher können so alle möglichen Strukturen kreieren.

Spinnenseide könnte künftig auch in der Medizin nützlich sein

Spinnenseide könnte künftig auch in der Medizin nützlich sein

Eigenschaften von Spinnenseide

Sie ist keimfrei, verhindert also, dass sich auf ihrer Oberfläche Bakterien fest setzen, sie ist flexibel, nimmt alle möglichen Formen an, und: Einige menschliche Zellen fühlen sich auf ihr so wohl, dass sie darauf wachsen.

Spinnenseide in der Biomedizin

Man kann Schuhe herstellen, die nicht mehr müffeln, weil Bakterien keine Chance haben. Pflaster aus Spinnenseide halten Wunden keimfrei, können aber auch als Gerüst benutzt werden, um darauf neue Hautzellen wachsen zu lassen. Den Forschern in Bayreuth ist es sogar gelungen, Herzzellen auf Spinnenseide zu züchten, die rhythmisch schlagen. Eine Hoffnung für Herzinfarktpatienten.

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