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SENDETERMIN Di, 23.6.2009 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen Positive Diskriminierung

Südafrikas umstrittener Versuch, Schwarze zu bevorzugen

Von Dirk Asendorpf

Eine weiße Minderheit unterdrückt die schwarze Mehrheit – das war Südafrikas Realität. Seit dem Ende der Apartheid versucht die neue, demokratisch gewählte Regierung, dieses Unrecht per Gesetz auszugleichen. Black Economic Empowerment heißt die südafrikanische Version positiver Diskriminierung. Wer früher benachteiligt war, soll nun bei der Vergabe von Studienplätzen und der Jobsuche z.B. bevorzugt werden. Die Statistik zeigt erste Erfolge. Doch frustrierte Weiße klagen über „umgekehrten Rassismus“, erfolgreiche Schwarze wollen keine Quotengewinnler sein, die große Minderheit der ethnisch gemischten Coloureds fühlt sich weiter benachteiligt: „Früher waren wir nicht weiß genug, jetzt sind wir nicht schwarz genug.“ Und positive Diskriminierung wiederholt die gesetzliche Unterscheidung zwischen Schwarz und Weiß, von der die „Regenbogennation“ nach der Apartheid eigentlich nichts mehr wissen wollte.

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