Bitte warten...

SENDETERMIN So, 24.5.2009 | 8:30 Uhr | SWR2

SWR2 Wissen: Aula Wachstum über alles

Die Karriere einer Metapher

Von Bernhard H. F. Taureck

DAX steigt über 4600 Punkte

Wachstum - für die meisten ein Anlass zur Freude

Wir alle haben es gerne, wenn etwas um uns herum wächst: unsere Kinder, das Bruttosozialprodukt, die Renten und natürlich die Wirtschaft insgesamt. Genau deshalb sind wir ja auch in Alarmstimmung, wenn die Wirtschaft schwächelt, wenn die Finanzkrise zu Pessimismus Anlass gibt. Dabei ist die Rede vom Wachstum unscharf und - aus sprachphilosophischer Perspektive - metaphorisch. Und da Metaphern immer unpräzise sind, hilft uns diese Rede vom Wachstum angesichts der notwendigen Analyse ökonomischer Tatsachen kaum weiter. Bernhard H. F. Taureck, Professor für Philosophie in Braunschweig, analysiert die Schwachstellen der Metaphern rund ums Wachstum.

Bernhard H. F. Taureck

Bernhard H. F. Taureck

Bernhard H.F. Taureck (Jahrgang 1943) publiziert seit den achtziger Jahren vor allem zur Philosophie Nietzsches, zur französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts sowie zur politischen Philosophie. 1972 promovierte er an der Universität Tübingen mit einer Dissertation über Mathematische und transzendentale Identität, 1986 habilitierte er sich an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über Nietzsches Alternativen zum Nihilismus (Hamburg: Junius 1991).

2004 veröffentlichte Taureck "Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie" als ersten Band einer auf drei Bände angelegten Studie. Seither steht die philosophische Metaphorologie im Zentrum seiner wissenschaftlichen Arbeit.

Auswahl seiner Bücher:

  • Die Antworten der Philosophen. Ein Lexikon., Paderborn: Wilhelm Fink 2009
  • Don Quijote als gelebte Metapher, Paderborn: Wilhelm Fink 2008
  • Zwischen den Bildern. Metaphernkritische Essays über Liberalismus und Revolution, Hamburg: Merus 2006
  • Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie, Frankfurt/Main: Suhrkamp 2004

Weitere Themen in SWR2